und nun will er sich auf das hohe Pferd setzen und
eine eigene Meinung haben!‘ ... Und als schärfsten
Tadel für ein solches Unterfangen dachte er sich, der
Mann sei sicher ein verächtlicher Baissier.
„Sie können natürlich draußen bleiben‘, sagte Mor-
gan zuletzt eisig, „aber bilden Sie sich nur nicht
ein, daß Sie nochmals mit uns Geschäfte machen
können!“
Wenn eine Einzeichnungsliste für wohltätige
Zwecke herumgeschickt wurde, etwa für eine Kirche
oder dergleichen, schrieb Morgan aus purer Gewohn-
heit die Namen seiner Freunde mit den Beträgen, die
sie spenden sollten, hinein, Das Organisieren wurde
ihm allmählich zur zweiten Natur, er bevormundete
seine Freunde, als ob sie noch nicht großjährig wären.
Ein Erlebnis des Bischofs Potter ist dafür ein gutes
Beispiel,
Bischof Potter verbrachte einen Sonntagnachmit-
tag mit Morgan im Landhaus des letzteren in Highland
Falls. Das Dorf dieses. Namens ist eine Eisenbahn-
station an der West Shore Railroad, einige Meilen
unterhalb von West Point, und die Schnellzüge halten
dort nicht. Morgan berührte das natürlich wenig, da
er stets. seine Yacht benützte, aber dem Bischof war
es sehr unbequem. Er reiste nicht gern am Sonntag,
hatte jedoch eine wichtige Verpflichtung in New York
für denselben Abend, und er sagte, er werde wohl
einen Personenzug nehmen müssen, der etwas vor der
Superzeit abfuhr.
„O nein“, sagte Morgan, „es kommt später noch
ein Zug. Natürlich bleiben Sie zum Super hier,”
„Ich weiß nichts von einem solchen Zug“, wider-
sprach der Bischof, „und ich muß wirklich rechtzeitig
in der Stadt sein, da ich noch einen Abendgottesdienst
abzuhalten habe,‘
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