fullscreen: Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

Der Verfall der Ämter im 17. Jahrh. u. die Reformbestrebungen. 
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Erschöpft, und noch 1662, als eine Gesandtschaft in Stockholm 
allerlei Klagen vorbrachte, wurde auch die Konkurrenz der Schloss 
handwerker berührt. In ihrer Antwort vom 22. October des ge- 
'kannten Jahres erklärte sich die Regierung bereit Missbrauche in 
Gnaden abschaffen zu wollen, aber sie verlangte gleichzeitig vom 
^’gischen Rathe, dass er seinen Handwerkern, insbesondere Knochen 
hauern, Bäckern und Brauern, Taxordnungen geben möge. Offen 
bar lag also das Geheimniss der ausdauernden Konkurrenz der 
^hlosshandwerker in ihren billigeren Leistungen. 
Später scheint der Eifer des Raths die Ämter bei ihren Vor- 
^chten zu erhalten nachgelassen zu haben, und es muss hier zu 
onflikten gekommen sein, von denen aber leider nichts bekannt 
st. Wenigstens wandte sich im Jahre 1681 die St. Johannis-Gilde 
^’*'ckt an den König in Stockholm und bat um seine Entscheidung. 
Gegenstand des Streits geht aus der königlichen Resolution 
Om April 1681 nicht klar hervor. Es scheint sich um die 
^oderlassung einiger Meister gehandelt zu haben, die der Rath 
S^stattet hatte und die die Handwerker nicht wünschten. Die 
^gierung stellte sich auf den Standpunkt des Raths und verwies 
^ störrischen Handwerker zur Ruhe. 
Den \ orurtheilen derselben trat sie auch sonst mehrfach ent- 
E Sie gestattete, dass ehemalige Soldaten und Diener von 
^^elleuten, die für den Bedarf ihrer Herrschaft thätig waren, das 
^^dwerk ausüben konnten, ohne zünftig werden zu müssen. Auch 
..y^bot ein Erlass des Generalgouverneurs vom 4. April 1688 die 
^^flüssigen Kosten bei der Aufnahme in’s Amt als Meister. 
^Sogen handelte es sich wieder um ein Zugeständniss, als der 
Dndische Generalgouverneur Delagardie am ig- Septbr. 1691 
die Bönhaserei zu Felde zog, eine Verordnung, die ihrem 
^^^riellen Inhalte nach gewiss auch in Riga gehandhabt wurde.
	        
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