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Vierter Abschnit
ganz unter menschlicher Kontrolle steht. Mobil und ein Mittel de
Fortbewegung, städtisch und nicht gleich dem Wasserrad Jändlich
erlaubt er die Konzentration der Produktion in Städten, statt sie wie
das Wasserrad über das Land zu zersireuen.?*® Endlich ist sei“
technologische Anwendung allgemein möglich und seine Aufstellun®
verhältnismäßig wenig durch lokale Umstände bedingt. Das groß
Genie Watts zeigt sich in der Erläuterung des Patents, das er AP”
1784 nahm, und worin seine Dampfmaschine nicht als eine Erfindu®
zu besonderen Zwecken, sondern als allgemein wirkende Kraft di
großen Industrie geschildert wird. Er deutet hier Anwendungen aD
wovon manche, wie zum Beispiel der Dampfhammer, mehr als e
halbes Jahrhundert später erst eingeführt wurden. Jedoch A
zweifelte er die Anwendbarkeit der Dampfmaschine auf Seescht
fahrt. Seine Nachfolger, Boulton und Watt, stellten 1851 di
kolossalste Dampfmaschine für Ozeandampfer auf der Londor®
Industrieausstellung aus.
Nachdem erst die Werkzeuge aus Werkzeugen des menschlich?
Organismus in Werkzeuge eines mechanischen Apparates, der Wer 8
zeugmaschine, verwandelt, erhielt nun auch die Bewegungsmasch
eine selbständige, von den Schranken menschlicher Kraft vi
emanzipierte Form. Damit sinkt die einzelne Werkzeugmaschi?"
die wir bisher betrachtet, zu einem bloßen Element der maschip®
mäßigen Produktion herab. Eine Bewegungsmaschine konnte en
viele Arbeitsmaschinen gleichzeitig treiben. Mit der Anzahl 0
gleichzeitig bewegten Arbeitsmaschinen wächst die Bewegung,
maschine und dehnt sich der Transmissionsmechanismus zu ein®
weitläufigen Apparat aus. u
Es ist nun zweierlei zu unterscheiden, Kooperation vieler glei
artiger Maschinen und Maschinensystem. 9
In dem einen Fall wird das ganze Machwerk von derselb®
Arbeitsmaschine verrichtet. Sie führt alle die verschiedenen Open
‘jonen aus, welche ein Handwerker mit seinem Werkzeug, zum B &
spiel der Weber mit seinem Webstuhl, verrichtete, oder welche Han
werker mit verschiedenen Werkzeugen, sei es selbständig oder
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% „In der Frühzeit der Textilmanufaktur war die Lage der Betr
stätte vom Vorhandensein eines Wasserlaufs abhängig, dessen Gefälle yo
Antrieb eines Wasserrades genügte. Obgleich nun die Einführung stri®
Wassermühlen den Anfang der Auflösung des Systems der HausindT el’
bedeutete, bildeten die Mühlen, die notwendigerweise an Wasserläuf are):
tichtet werden mußten und oft ziemlich weit voneinander entfernt * di
eher einen Teil eines ländlichen als eines städtischen Systems. Er gun
Ersetzung der Wasserkraft durch Dampikraft bewirkte die Zusammendr/® Br
der Fabriken in den Städten und an Orten, wo Kohle und Wasser, die ? vol”
zeugung des Dampfes erforderlich sind, sich in genügender Meng® get
fanden. Die Dampfmaschine ist die Mutter der Industriestädte.“ (4
grave in „Reports of Insp. of Fact. for 30th April 1866“, p. 36.)