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Die Gruppe.
nach der Ordnung eines bestimmten Taktes ausrichten müssen, die über
ihnen beiden schwebt. Jedes Verhältnis zweier Menschen zueinander
strebt so danach einen objektiven Gehalt und eine objektive Ordnung
zu entwickeln: indem sie zu einer Gruppe vereinigt werden, entsteht,
bildlich gesprochen, ein Schwerpunkt für das ganze System, und dieser
liegt zwischen den Individuen, außerhalb jedes Einzelnen. Wo z. B.
irgend ein Unterricht erteilt wird, existiert ein derartiger Schwerpunkt
für die beiden Teile, die lehrende und die lernende Person. Die Ler-
nenden würden vielleicht aus freiem Antrieb nicht arbeiten, der Leh-
rende ebenso ohne die Berufsnötigung seinen Stoff nicht durcharbeiten:
die Vereinigung beider Teile bedeutet eine neue Situation, die das Zu-
sammenleben regelt und damit beide über die Stufe der Willkür hinaus-
hebt und erzieht.
2. In ähnlicher Weise wie der Mensch auf den Menschen vermögen
unter geeigneten Umständen auch materielle Gebilde auf den
Menschen zu wirken — dann nämlich, wenn sie in hinreichenden inneren
Beziehungen zum Menschen stehen, wenn sie in unpersönlicher Gemein-
schaft ($ 19,;) mit ihm stehen oder einer solchen nahe kommen. Ver-
möge ihrer engen Beziehung zum Menschen können sie dann wich-
tige Anregungen für den Ablauf der Bewußtseinsvorgänge ab-
geben. Wir können dabei von einer Resonanz dieser Gegenstände
sprechen: gewisse Gebilde (und ebenso gewisse Menschen) sind gleich-
sam gesättigt mit jenen Anregungsstoffen, die auf Gefühl, Erinnerung,
Denken und Willenstätigkeit auslösend und befruchtend wirken. Im Zu-
stand der Mu ße wird vor allem das Gefühlsleben, die Phantasie und
Erinnerungstätigkeit in Bewegung gesegt. Die Zeugen früherer Erlebnisse
rufen jene Ereignisse zurück und machen damit die damalige Situation
und auch die mit ihr verbundenen Menschen und deren Kräfte wieder
iebendig. Im Zustand der Arbeit anderseits ruft eine etwa
vorhandene unpersönliche Umgebung eine bestimmte Einstellung her-
vor: die Fahne macht aus dem Soldaten, die Fabrik aus dem Arbeiter
durch ihre bloße Gegenwart einen anderen Menschen, als er daheim in
den Räumen seines Familienlebens ist. Die ganze Art der Lebensführung
und Gesinnung, das was wir den Geist einer Vereinigung oder Institution
nennen, hängt gleichsam an ihrem räumlichen Hintergrund und ihren
Symbolen und strömt von da auf jeden über, der mit ihnen in Berührung
tritt. Im tatsächlichen Erleben gehen dabei unpersönliche und persön-
liche Einflüsse durcheinander, soweit hierbei verschiedene Menschen
zusammenwirken. Anders bei dem Typus der Einzelarbeit, sowohl der
geistigen wie der technischen des Handwerkers oder Heimarbeiters. Hier
wirken die unpersönlichen Kräfte in völliger Reinheit, denn auch hier