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73. Ein besonders interessantes Gebiet stellen die Totgeburten
jar. Zu ihrer Beleuchtung diene die folgende tabellarische Übersicht:
Periode
1820—1329
L830—1839
840—1849
‚850—1859
„860—1869
‚870—1879
880—1889
L890—1899
1900—1909
Zahl der
Totge-
borenen
2 y67
4516
5392
6879
ı 296
> 9492
‚IR
34
SZ
Davon
außer-
ahelich
yeboren|
3
„52
752
‚587
826
650
ff
3
A807
Von 100
Geborenen
waren Tot-
geburten
Von 100
außerehelich
Geborenen |
waren Tot-
geburten
Von 1000
Totge-
burten
waren
Knaben
7
)
9
9
60
56
58
„59
52
Von 1000
außerehel.
Cotgeburten
waren
Knaben
‘8
509
536
549
550
550
544
543
540
Die Zahlen zeigen uns eine gradweise Verbesserung der Ver-
hältnisse, nur das letzte Jahrzehnt weist eine größere Frequenz der
Totgeburten auf. Auf ganzer Linie zeigt sich, daß uneheliche Kinder
von größeren Gefahren als die übrigen Kinder bedroht werden, und
lie Bewegungen in der Totgeburtenfrequenz in den zwei Gruppen
sind im ganzen parallel; wenn die Frequenz im ganzen sinkt, zeigt
sich dasselbe bei den außerehelich Geborenen allein, und umgekehrt.
Es erweist sich ebenfalls, daß das Geschlechtsverhältnis der Tot-
yeborenen recht konstant ist und in der kleineren Gruppe etwas
stärker variiert als es bei sämtlichen Totgeburten der Fall ist. Auch
sieht man, daß das Risiko der Totgeburt erheblich größer für
Knaben jals für Mädchen sein muß, da die Gliederung nach Ge-
schlecht für die Totgeburten ganz anders aussieht als bei sämtlichen
Geburten. Ferner ist es von Interesse, daß das Übergewicht der
Knaben unter den außerehelich Totgeborenen weniger stark hervor-
;ritt als unter sämtlichen totgeborenen Kindern. Der nächste
Schritt in der Untersuchung muß ganz natürlich der sein, nach der
Gefahr der Totgeburt für jedes Geschlecht getrennt zu fragen, was
übrigens in diesem Zusammenhang im wesentlichen nur zu Wieder-
holungen führen würde.
74. Um auch ein Beispiel aus der Sterblichkeitsstatistik
zu nehmen, kann man die Statistik für Berlin analog der obigen
Weise bearbeiten und erhält folgende Zahlen: