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Versucht man indes, aus diesen Größen ohne besondere Hilfs-
mittel und für näher angegebene Werte von r die Größe der Wahr-
scheinlichkeiten zu berechnen, dann wird man auf eine rein praktische
Schwierigkeit stoßen: es ist nämlich die Größe der in die Ausdrücke
zingehenden Binomialkoeffizienten für die recht großen Werte von n
und r, von denen hier die Rede ist, zu berechnen.
Will man so die Wahrscheinlichkeiten dafür, gerade die er-
wartete Anzahl günstiger Begebenheiten, bzw. 50, 80 und 16 zu er-
halten, berechnen, so erfordert dies die Berechnung der Größe des
Binomialkoeffizienten
(10°) (5°) (1)
50 und 80 und 16)
was wenigstens für die beiden ersten Koeffizienten selbst mit An-
wendung von Logarithmen sehr umständlich sein und daher viel
Zeit erfordern würde, wenn man nicht Tabellen hätte, aus welchen
hervorgeht, wie groß n! für einen gegebenen Wert von n ist. Da
n! sehr schnell mit n wächst, so geben solche Tabellen 1) für größere
Werte von n nicht den eigentlichen Wert von n!, sondern den
Logarithmus n! an. Aus einer solchen Tabelle findet man z. B.
iog. 1001 == 157,9700 und log. 501! = 64.4831, so daß man für die
Wahrscheinlichkeit
& (A) m era
50 7 \50/\2/ 501-501. 2100
so = 0,07958 erhält.
Ist erst eine einzelne der in Betracht kommenden Wahrschein-
lichkeiten gefunden, dann ist die Feststellung der übrigen ein
Leichtes; bildet man nämlich das Verhältnis f, zwischen zwei auf-
sinanderfolgenden Wahrscheinlichkeiten S,; und Sr +1, So ergibt sich
aus den Ausdrücken für diese Wahrscheinlichkeiten, daß
fi — BSı+1 _D—F.2
T Sr; r+1 q'
Hat man festgestellt, daß S;o = 0.07958, dann folgt daraus für
cr = 50, daß
100—50 4
Sa == 501 ° T . 0,07958
. 0,07958 = 0,07808.
1) Siehe C. F. Degen, Tabularum enneas (Havniae 1824) und K. Pearson,
Tables for statisticians and biometricians, Cambridge 1914.