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Da wir stets nur die Fälle betrachtet haben, in denen
n
a+1SPSE—1
ist, und da die mit wachsendem r ständig abnehmende Reihe von
Verhältnissen fo, fj, f2...... fı-ı daher einmal den Wert 1
passiert, so finden wir indes nicht bloß, daß im allgemeinen nur
eine (ausnahmsweise zwei) der n + 1 Wahrscheinlichkeiten &%, Sı,
Say 0.0.0.0. Sr...,. Sa größer als alle übrigen ist, sondern auch,
daß diese Reihe von Wahrscheinlichkeiten, während r von 0 bis n
wächst, zu wachsen beginnen und ein Maximum erreichen muß, um
danach abzunehmen.
Anders verhält es sich dagegen in den extremen Fällen, wo
1 u
n—+1 oder p > DD
in denen p also (wenn n einigermaßen groß, z. B. 20, 50, 100 usw.)
entweder sehr klein (nahe 0) oder sehr groß (nahe 1) ist. Dann
wird die Reihe der (n + 1) Wahrscheinlichkeiten
So, Sız Sa se0 Spesen
entweder ständig abnehmend oder ständig anwachsend sein. Zu
diesen Fällen werden wir später zurückkehren (vgl. $ 117); es sei
jedoch bemerkt, daß man sich, wenn p einen im voraus gegebenen
Wert hat, ohne Rücksicht darauf, wie klein oder wie groß dieser
Wert auch ist, immer die Anzahl der Versuche (n) so groß vor-
stellen kann, daß die Bedingung
N
a+1 °PS 5+1
dadurch erfüllt wird, sodaß die Reihe der (n + 1) Wahrschein-
lichkeiten
So, Si, Se Se Sy
jedenfalls wenn n ausreichend groß ist, in kleinerem oder größerem
Grade „normale“ Form annehmen, d. h. mit sehr kleinen Werten
beginnen, auf ein Maximum anwachsen und danach wieder ab-
nehmen muß, selbst wenn p und damit q nahe bei 0 oder nahe
bei 1 liegt.
Aufgabe 13. 50 Gewinne sind auf 100 Personen zu verteilen; ein Gewinn
soll immer dem zufallen, dessen Name aus einem Beutel mit 100 Namenzetteln
— einem für jede an der Ziehung teilnehmende Person — gezogen wird; ein
gezogener Zettel ist stets vor Beginn der nächsten Ziehung in den Beutel zurück-
zulegen. Wieviele Personen dürfen 0, 1, 2... usw. Gewinne erwarten ?