Full text: Grundzüge der Theorie der Statistik

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Die Differenzen sind im Verhältnis zu den mittleren Fehlern 
nicht groß genug, um eine typische Ursache festzustellen; nur wenn 
man über eine weit umfassendere Beobachtungsreihe verfügte, welche 
nicht wesentlich kleinere Differenzen ergäbe, könnte man ein Resul- 
‚at erreichen *). 
Genau dasselbe gilt, wenn man eine andere Teilung des Materials, 
nämlich nach der Geburtsnummer, versucht. Man wird dann für 
die Jahre 1907—09 folgende Tabelle (ehelich Geborener) erhalten: 
Geburts- 
nummer 
4 
1—6 
7 und darüber 
ınhekannt 
Zusammen 
Zahl der 
Aeborenen 
10 967 
30 11 
18 513 
22.875 
24€ 
LAG rn 
Hiervon 
Knaben 
21 057 
‚5 964 
9476 
856 
"46 
RA 
651.53 
von 10000 
Geborenen 
waren Knaben 
11/0 
165 
5174 
5.183 
5136 
3159 
Quadrat des 
mittleren 
Fehlers 
610 
808 
1 363 
1 091 
2762 
Die Erstgeburten und die Gruppe von Kindern mit der Ge- 
yurtsnummer 4—6 weisen allerdings eine Differenz auf, aber der 
mittlere Fehler hat ungefähr dieselbe Größe, und man darf daher 
keine Schlüsse aus diesem Material ziehen. 
Eine Erklärung für dieses Verhältnis ist übrigens teilweise von 
Arthur Geißler?) gegeben worden, der u. a. die Ehen nach den 
verschiedenen Kombinationen hinsichtlich des Geschlechts der ge- 
borenen Kinder, in Ehen, in denen bisher nur Knaben, solche, in 
jenen bisher nur Mädchen, solche, in denen bisher sowohl Knaben 
wie Mädchen geboren worden waren, teilte: letztgenannte Ehen zer- 
fielen in Gruppen nach Knabenüberschuß (resp. Mädchenüberschuß) 
von 1, 2, 3 usw. 
In 197891 Ehen, in denen bisher nur Knaben geboren waren, 
war das nächste Kind in 102812 Fällen ein Knabe: hieraus erhält 
man die Sexualproportion 102818. 0,5195 mit dem mittleren Fehler 
/ 0,00000 126. 
In 180620 Ehen. in denen bisher nur Mädchen geboren waren, 
1) Vgl. hierzu S. D. Wicksell, Sex proportion and parental age in der 
Jahresschrift der Universität Lund, N. F. Avd. 2, Bd. 22, Nr. 6, Lund 1926. 
?) Beiträge zur Frage des Geschlechtsverhältnisses der (jehorenen in der 
Zeitschrift des Kel. Sächsischen Stat. Bur.. 1889. 
A”
	        
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