Full text: Grundzüge der Theorie der Statistik

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war das nächste Kind in 91798 Fällen ein Knabe; hieraus folgt 
als Sexualproportion 
91 798 en . nn 
180.620 0,5082 mit einem mittleren Fehler von V 0,00000138. 
Der mittlere Fehler (0,0016) der Differenz ist vielemal kleiner als 
die Differenz (0,0113) selbst. Es gibt also Ehen, wo besondere 
Hindernisse dafür vorliegen, daß das eine oder das andere Geschlecht 
unter den Kindern repräsentiert wird, selbst wenn dieser Unter- 
schied an und für sich nicht gerade groß ist. 
Wenn dagegen zwar verhältnismäßig viele Knaben in einer 
Familie sind, diese jedoch ebenfalls Mädchen zählt, dann scheint bei 
der nächsten Geburt das entgegengesetzte Phänomen einzutreten: 
es zeigt sich dann eine Tendenz der Ausgleichung des Unterschieds. 
Dies erhellt aus folgender Übersicht: 
Es wurden mehr 
Knaben als Mädchen U der | 
geboren en 
Knabe mehr 
Knaben 
»” 
/„ 2 
7} ” 
2” 2» 
+‘ a, 
111 455 
62 403 
33 069 
16 285 
13 502 
62 856 
über 4 
39 2 
| 
Es wurden mehr 
Mädchen als Knaben 
geboren 
i Mädchen mehr! 
L05 360 
55 860 
27 946 
12 876 
9311 
50 133 
£ 
über 4 
.. 2 
2» 
R) 
as 
Das nächste 
Kind war 
ein Knabe 
36 056 
31.115 
16 476 
7 992 
6674 
31 142 
55 326 
29 641 
14 736 
6 959 
5 030 
26 725 
Sexual- | 
verhältnis 
1,5031 
5,4986 
0,4982 
0,4908 
0,4943 
0.4954 
0,5251 
0,5306 
0,5273 
0,5405 
0,5402 
0,5331 
Quadrat des 
mittleren 
Fehlers 
0.00000°25 
401 
756 
1535 
1851 
308 
0,000 00237 
446 
892 
1929 
2668 
496 
Wie man sieht, ist die Häufigkeit einer Knabengeburt verhält- 
nismäßig klein, wenn bereits mehrere Knaben geboren sind; sind 
umgekehrt verhältnismäßig viele Mädchen geboren, so wird nächstes- 
mal häufiger ein Knabe geboren. Der mittlere Fehler des Unter- 
schiedes zwischen den zwei Reihen liegt zwischen 0,002 und 0,007, 
während die Differenz zwischen 0,02 und 0,05 liegt. Dieses Phänomen 
erklärt zum Teil die Beständigkeit im Sexualverhältnis; dagegen ist 
natürlich nichts über die Art der wirkenden Ursachen entschieden. 
Aufgabe 60. Werden die oben genannten Ehen, in denen bisher nur 
Knaben (resp. Mädchen) geboren wurden. nach der Zahl der bisher geborenen
	        
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