Full text: Grundzüge der Theorie der Statistik

297 
Mit einer Geburtenzahl von ungefähr 50000 wird der mittlere 
Fehler der Differenz zweier aufeinander folgender Werte der Tot- 
geburtenfrequenz etwa 0,0012 sein; man sieht, daß sich die Diffe- 
renzen überall innerhalb der Grenzen für die zufälligen Abweichungen 
halten. 
198. Ebenso wie die Verteilung zwischen den beiden Ge- 
schlechtern dieselbe ist, einerlei ob die Geburtenhäufigkeit groß 
oder klein ist, so wird man auch bei einer Spaltung des Materials 
nach anderen Richtungen eine bedeutende Ausgleichung der 
Zahlen beobachten können; die wirkenden Ursachen üben also ihre 
Wirkung auf sämtliche Gruppen aus. Als Beispiel nehmen wir die 
Teilung der Geburten in eheliche und außereheliche. Be- 
arbeitet man z. B. das ganze Material für Berlin für die Jahre 
1820—1909, so ergibt sich, daß 3,51 %, der ehelich Geborenen und 
5,04 9% der außerehelich Geborenen totgeboren waren. Es ist also 
letztgenannte Zahl 72 %, größer als die erstere. Für die einzelnen 
Jahrzehnte findet man folgende Zahlen: 
Tabelle 37. 
1820 — 2; 
1830 —3* 
1840—49 
1850—59 
L860— 69 
1870—79 
1880 —89 
1890—99 
L900.— 09 
Überhaupt 
Ehelich Geborene 
davon totgeboren ' 
Anzahl 9 
35 554 
78553 
065 
«3372 
1 90422 
921 
‚10 599 
437 476 
1925 118 
“Doc 
xß/ 
1 1:)4r 
"92 
7C 
53 
14.135 
12816 
120987 
5 3 
Außerehelich Geborene 
davon totgeboren 
Anzahl 9, 
Überhaupt 
78 
IM 
“38 
52 
52 
87 
7326 
50 
192 
3568 
14394 
25 
0, 
7,3 
1,9 
4,6 
48 
5,5 
4,9 
5.1 
Fr) 
A A 
nr 
„632 
R6 7207 
Vergrößert man die hier für die ehelich Geborenen angeführten 
Totgeburtenprozente um 72 %,, so ergibt sich eine Zahlenreihe von 
ıngefähr denselben Bewegungen wie bei den außerehelich Geborenen, 
ohne daß man jedoch zu einer deutlichen Übereinstimmung mit dem 
Exponentialgesetz gelangen kann. Zwecks einer näheren Unter- 
suchung der Bewegung in der Größe der Totgeburtenprozente wird 
es jedoch nicht allein wünschenswert sein, die Veränderung von 
Jahr zu Jahr zu betrachten, sondern auch verschiedene andere Ur- 
sachen, welche eine bedeutende Rolle spielen, in allererster Linie 
lie Geburtsnummer zu berücksichtigen (vgl. $ 348). Erst wenn 
man das Material nach diesen Richtungen hin bearbeitet hat, kann 
man mit einer Annäherung ans Gesetz rechnen. Daß keine Überein-
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.