— 300
Der mittlere Fehler der hier berechneten 2 Reihen von Sexual-
verhältnissen wird jeweils ca. 0,0051 und 0,0034, und man sieht
sofort, daß die Schwingungen in den zwei Zahlenreihen sich mit
Leichtigkeit mit den Glückspielerfahrungen in Einklang bringen
lassen. Daß die durch die Tabelle 38 ausgedrückten Schwingungen
zu einem wesentlichen Teil auf Änderungen in der Kindersterblich-
keit beruhen, leuchtet ferner ein, wenn passende Normalwerte für
das Sexualverhältnis in den zwei hier betrachteten Altersgruppen
gewählt werden und bei der Berechnung eines für beide Altersklassen
durchschnittlichen Sexualverhältnisses für das einzelne Jahr die
spezielle Altersgliederung des Jahres berücksichtigt wird. Wählt
man als Ausdruck für das Sexualverhältnis in den zwei Alters-
klassen die für 1909 gefundenen Zahlen (566 und 508), so findet
man natürlich für 1909 die in der Tabelle 38 angeführte Zahl (0,521)
wieder, da
1187-0,566 + 24 657-0,508 __ 0,521:
7187 + 24 657 ER
dagegen ergibt sich z. B. für das Jahr 1900
11762-0,566 + 23649-0,508 _ 0-97
11 768 + 23 649 TA
also sehr annähernd eine der in der Tabelle 38 angeführten ent-
spechende Zahl. Überhaupt erhält man folgende Zahlen:
Faktisch Berechnet
1900 528 527
1901 526 527
1902 526 526
1903 522 525
1904 5925 5925
Faktisch Berechnet
1905 528 525
1906 527 524.
| 1907 529 523
| 1908 518 523
1909 521 521
In den dem Jahrzehnt 1900—09 voraufgehenden Perioden lassen
sich höchst eigenartige Verschiebungen beobachten; bis um das
Jahr 1870 hatten die Männer regelmäßig das Übergewicht, und die
Verteilung der Verstorbenen nach dem Alter varliert stark. Führt man
für die Periode 1850—99 eine Berechnung wie die hier für 1900—09
vorgenommene durch, so ergeben sich, da man auch hier die Werte
0,566 und 0,508 als Ausdruck für das Sexualverhältnis in den zwei
Altersgruppen benutzt, folgende Zahlen: