Full text: Grundzüge der Theorie der Statistik

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Der mittlere Fehler der hier berechneten 2 Reihen von Sexual- 
verhältnissen wird jeweils ca. 0,0051 und 0,0034, und man sieht 
sofort, daß die Schwingungen in den zwei Zahlenreihen sich mit 
Leichtigkeit mit den Glückspielerfahrungen in Einklang bringen 
lassen. Daß die durch die Tabelle 38 ausgedrückten Schwingungen 
zu einem wesentlichen Teil auf Änderungen in der Kindersterblich- 
keit beruhen, leuchtet ferner ein, wenn passende Normalwerte für 
das Sexualverhältnis in den zwei hier betrachteten Altersgruppen 
gewählt werden und bei der Berechnung eines für beide Altersklassen 
durchschnittlichen Sexualverhältnisses für das einzelne Jahr die 
spezielle Altersgliederung des Jahres berücksichtigt wird. Wählt 
man als Ausdruck für das Sexualverhältnis in den zwei Alters- 
klassen die für 1909 gefundenen Zahlen (566 und 508), so findet 
man natürlich für 1909 die in der Tabelle 38 angeführte Zahl (0,521) 
wieder, da 
1187-0,566 + 24 657-0,508 __ 0,521: 
7187 + 24 657 ER 
dagegen ergibt sich z. B. für das Jahr 1900 
11762-0,566 + 23649-0,508 _ 0-97 
11 768 + 23 649 TA 
also sehr annähernd eine der in der Tabelle 38 angeführten ent- 
spechende Zahl. Überhaupt erhält man folgende Zahlen: 
Faktisch Berechnet 
1900 528 527 
1901 526 527 
1902 526 526 
1903 522 525 
1904 5925 5925 
Faktisch Berechnet 
1905 528 525 
1906 527 524. 
| 1907 529 523 
| 1908 518 523 
1909 521 521 
In den dem Jahrzehnt 1900—09 voraufgehenden Perioden lassen 
sich höchst eigenartige Verschiebungen beobachten; bis um das 
Jahr 1870 hatten die Männer regelmäßig das Übergewicht, und die 
Verteilung der Verstorbenen nach dem Alter varliert stark. Führt man 
für die Periode 1850—99 eine Berechnung wie die hier für 1900—09 
vorgenommene durch, so ergeben sich, da man auch hier die Werte 
0,566 und 0,508 als Ausdruck für das Sexualverhältnis in den zwei 
Altersgruppen benutzt, folgende Zahlen:
	        
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