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Der Gang besteht aus 10 bis 40 oder 50 Personen, nämlich
Weibern, jungen Personen beiderlei Geschlechts (13 bis 18 Jahre),
>bgleich Jungen meist mit dem 13. Jahre ausscheiden, endlich Kin-
dern beiderlei Geschlechts (6 bis 13 Jahre). An der Spitze steht
ler Gangmaster (Gangmeister), immer ein gewöhnlicher Land-
arbeiter, meist ein sogenannter schlechter Kerl, Liederjahn, unstet,
versoffen, aber mit einem gewissen Unternehmungsgeist und ge-
Schäftlicher Gewandtheit. Er wirbt den Gang, der unter ihm
arbeitet, nicht unter dem Pächter. Mit letzterem akkordiert er
meist auf Stückwerk, und sein Einkommen, das im Durchschnitt
nicht sehr hoch über das eines gewöhnlichen Landarbeiters steigt,178
aängt fast ganz ab vom Geschick, womit er in kürzester Zeit mög-
lichst viel Arbeit aus seiner Bande flüssig zu machen weiß. Die
Pächter haben entdeckt, daß Frauenzimmer nur unter männlicher
Diktatur ordentlich arbeiten, daß aber Frauenzimmer und Kinder,
wenn einmal im Zug, mit wahrem Ungestüm, was schon Fourier
wußte, ihre Lebenskraft verausgaben, während der erwachsene
männliche Arbeiter so heimtückisch ist, damit, soviel er kann, haus-
zuhalten. Der Gangmeister zieht von einem Gut zum andern und
beschäftigt so seine Bande 6 bis 8 Monate im Jahr. Seine Kundschaft
ist daher viel einträglicher und sicherer für die Arbeiterfamilien
als die des einzelnen Pächters, welcher nur gelegentlich Kinder
beschäftigt. Dieser Umstand befestigt seinen Einfluß in den offenen
Irtschaften so sehr, daß in vielen die Kinder nur durch seine Ver-
mittlung dingbar sind. Individuelles Verpumpen der letzteren, ge-
irennt vom Gang, bildet sein Nebengeschäft.
Dreiundzwanzigstes Kapitel.
Die „Schattenseiten“ des Systems sind die Ueberarbeit der
Kinder und jungen Personen, die ungeheuren Märsche, die sie
'äglich zu und von den 5, 6 und manchmal 7 Meilen entfernten
Gütern zurücklegen, endlich die Demoralisation des „Gangs“. Ob-
Zleich der Gangmeister, der in einigen Gegenden „the driver“
(Treiber) heißt, mit einem langen Stabe ausgerüstet ist, wendet er
solchen jedoch nur selten an, und Klage über brutale Behandlung
ist Ausnahme. Er ist ein demokratischer Kaiser oder eine Art
Rattenfänger von Hameln. Er bedarf also der Popularität unter
seinen Untertanen und fesselt sie an sich durch das unter seiner
Gönnerschaft blühende Zigeunertum. Rohe Ungebundenheit, lustige
Ausgelassenheit und schamloseste Frechheit leihen dem Gang Flügel.
Meist zahlt der Gangmeister in einer Kneipe aus und kehrt dann
Wohl wankend, rechts und links gestützt auf ein stämmiges Frauen.
Mensch, an der Spitze des Zuges heim, die Kinder und jungen Per-
sonen hinterher tollend, Spott- und Zotenlieder singend. Auf dem
Rückwege ist das, was Fourier „Phanerogamie“ [öffentlicher Bei-
173 Einzelne Gangmeister jedoch haben sich zu Pächtern von 500 Acres
Mer Besitzern ganzer Häuserreihen heraufgearbeitet.