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. Rückfälle | Für je 100 war
EN Ber” | im selben | Rückfall zu
HEADS Kalenderiahr verzeichnen
1897 1539
1898 1488
(899 1438
1900 1514
1901 427
1902 1376
1903 403
1904 411
1905 1672
1906 1422
L907 1487
1908 1465
1909 1470
1910 1654
1911 1682
1912 1532
1913 1729
1914 1619
1915 1885
Zusammen 29213
ie
8,51
7,33
6,40
7,53
6,45
6,54
6,49
7,37
7,72
5,20
5,45
5.19
8,67
5,93
6,18
5,61
5,09
a a2
GC.
natürlich die Möglichkeit eines Rückfalls ganz außerordentlich ver-
mindert.
Nichtsdestoweniger haben die Zahlen ein deutliches Gepräge
der Regelmäßigkeit. Jedoch wird man unweigerlich eine Abnahme
in der Rückfallsfrequenz nach 1905 bemerken. Für die 9 ersten
Jahre als Ganzes ergibt sich eine Rückfallshäufigkeit von 7,18 %,,
für die letzten 10 Jahre dagegen nur 5,79 %, und untersucht man
den mittleren Fehler der Differenz, so ist leicht ersichtlich, daß hier
recht kräftige Ursachen haben einwirken müssen. Es kommt hier
besonders das Vormundschaftsratsgesetz vom 14. April 1905 in Be-
tracht, wonach Kinder unter 14 Jahren überhaupt nicht mehr und
jugendliche Verbrecher von 14—18 Jahren in der Regel ebenfalls
nicht bestraft werden, da das Gesetz die Möglichkeit eröffnet, für
solche Personen Erziehung anzuwenden. Gerade für jugendliche
Verbrecher ist die Rückfallsfrequenz groß. Es muß daher empfohlen
werden, das Material in zwei Gruppen: 1897—1905 und 1906—15
zu teilen. "Tut man dies, so ergeben sich bei der Berechnung der
erwarteten Anzahl von Rückfällen folgende Resultate (s. Tabelle auf
S. 309) :
Man ersieht leicht, daß die Zahlen leidlich mit dem Exponential-
gesetz übereinstimmern. Für die ersten 9 Zahlen ist der mittlere
Fehler ungefähr. 9, für die letzten ungefähr 8. Nach diesem Re-