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geraden Linie liegen können; denn dann hätten alle ersten Differenzen
denselben Wert.
Behandelt man nun die gefundene Reihe erster Differenzen
dementsprechend, dann läßt sich die in Kolonne d® in den Zwischen-
räumen zwischen diesen ersten Differenzen aufgeführte Reihe von
„zweiten Differenzen“ finden. So wird z. B.
I (0, 2, 5) = BZ En 784) _. 954,
da das gesamte Intervall, welches von dieser Differenz überspannt
wird, von 0 bis 5 ausgeht; analog wird
500 — 486
5@ ANZ
(2, 5, 6) 6—2
Da alle so gefundenen „zweiten Differenzen“ verschiedener Größe
sind, so folgt, daß die gewählten Funktionswerte ebenfalls nicht
sämtlich auf derselben Parabel 2. Ordnung liegen können.
Aus den zweiten Differenzen können die dividierten Differenzen
3. Ordnung in entsprechender Weise berechnet (und ‚aufgeschrieben)
werden, indem man die aufeinander folgenden zweiten Differenzen
subtrahiert und den Unterschied durch die Größe des Intervalles
dividiert, welches die zwei betrachteten zweiten Differenzen Zzu-
sammen umspannen. Man findet z. B.
26—254
08) (0, 2, 5, 6) =— 6—0 = —38
ö® (2, 5, 6, 8) = 1062 = —22 usw.,
aus welchen dritten Differenzen man Schließlich die dividierten
Differenzen 4. Ordnung findet, indem dieselbe Methode bei den
Iritten Differenzen angewandt wird; es ergibt sich hier
A (0, 2, 5, 6, 8) = A =2
Für d® (2, 5, 6, 8, 11) und d® (5, 6, 8, 11, 15) usw. stellt man
denselben Wert fest; dies ist eine Folge davon, daß die 9 Tabellen-
werte, von denen man ausging, alle auf der durch das gewählte Poly-
nomium 4. Grades bestimmten Parabel 4. Ordnung liegen. Nun
lassen sich, wie im $ 213 erwähnt, durch diese 9 Punkte (Tabellen-
werte) unendlich viele Interpolationskurven legen. Wenn daher
nicht wie hier der betrachtete Zusammenhang (Funktion), sondern
nur die 9 Tabellenwerte gegeben sind, dann kann man aus dem Um-
stand, daß alle 3 dividierten Differenzen 4. Ordnung denselben Wert