Full text: Grundzüge der Theorie der Statistik

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Jahrfünft übersteigt die Zahl der Auswanderer also die der Ein- 
gewanderten mit 18086; wenn man nun nicht annimmt, daß die 
Volkszahl selbst von 1911 bis 1916 linear gewachsen ist, sondern 
statt dessen ansetzt, daß das gefundene, durch die Wanderungen 
bestimmte Defizit linear von 1911 bis 1916 wächst, und also 
rechnet, daß die Wanderungen jährlich einen Nettoverlust von 
3617 Personen verursacht haben, dann erhält man durch Verteilung 
des Geburtenüberschusses auf die einzelnen Jahre des Jahrfünfts die 
in Kolonne 3 der Tabelle 47 mitgeteilte Verteilung der Volksver- 
mehrung von 1911 bis 1916. 
Tabelle 47. 
(1) (2) (3) (4) (5) 
1911 32 800 32 500 33 100 31 800 30 900 
1912 32 800 32 500 34 600 33 000 32 100 
1913 32 900 32 700 33 500 31 700 30 900 
1914 32 900 33 000 38 700 24.61 34. 900 
1915 32 900 33 60U 29 400 ; 33 20u 35 500 
Zusammen: 164300 164 300 164 300 164 300 164 300 
Da indes auch die Größe der jährlichen überseeischen Aus- 
wanderung bekannt ist, kann man noch einen Schritt weitergehen 
und die von Jahr zu Jahr wechselnde Größe dieses Teils der 
Wanderungen berücksichtigen; 35290 Menschen gingen im betreffen- 
den Jahrfünft über See; von diesen abgesehen haben die Wanderungen 
also dem Lande 35290 — 18 086 = 17 204 Personen mehr zugeführt, 
als in. anderer Weise auswanderten. Wenn mittels linearer Inter- 
polation dieses Mehr mit 3441 auf die einzelnen Jahre des Jahr- 
fünfts verteilt wird, erhält man die in Kolonne 4 der Tabelle 47 
angeführte Verteilung des Zuwachses, 
Schließlich ist in Kolonne 5 diejenige Verteilung ersichtlich, 
welche aus der amtlichen dänischen Statistik!) hervorgeht; hier ist 
der sich auf 17204 belaufende Einwanderungsüberschuß mittels einer 
Interpolation verteilt, die auf besonderen Erhebungen fußt und 
bei der gleichzeitig die männliche und die weibliche Bevölkerung 
gesondert betrachtet sind. 
232. Nach obiger Entwicklung kann man nur, wenn der be- 
trachtete Zusammenhang ganz besondere Bedingungen erfüllt, er- 
warten, daß die Interpolation über größere Intervalle mit vielen 
gegebenen Punkten bei Anwendung eines und desselben algebraischen 
Polynomiums mit Erfolg gekrönt sein wird. Es ist indes gerade 
') Vgl. z. B. Statistisk Tabelverk, 5. Rekke, Litra A, Nr. 15: Agteskaber, 
Fodte og Dode i Aarene 1916—20, Kobenhavn 1924, S. 72*,
	        
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