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tauschen läßt, dafür entscheidend, in welchem Umfange man auch
bei Interpolationen in Verteilungsgesetzen die Newtonsche Formel
benutzen kann. In dieser Beziehung nun bieten die Flächenkurven
anderen Abhängigkeiten gegenüber keine Besonderheiten, solange
es sich um Interpolation über kleinere Intervalle handelt. Hat
man es jedoch mit längeren Intervallen und speziell mit längeren
Strecken der betrachteten „äußersten“ Intervalle der Verteilung zu
tun, in denen gerade oft für die Interpolation Verwendung sein
wird, dann bieten die allermeisten Flächenkurven der Verteilungen
solche besonderen KEigentümlichkeiten, daß sich die Newtonsche
Formel in praxi hier nie anwenden läßt; ein Beispiel möge dieses
Verhältnis näher beleuchten.
Betrachtet man z. B. die Flächenkurve, welche auf Grund der
dänischen Volkszählung im Jahre 1921 angibt, wie viele °/g sämtlicher
Männer unter gegebenem Alter x (jünger als gegebenes Alter) waren
vgl. Fig. 10), so liegt es auf der Hand, daß die Kurve ständig mit
9
a0
50 60 %U
Fig. 10.
80 790 700
wachsendem x steigen muß; andererseits können ihre Ordinaten
nicht über 1000 hinaus wachsen. Da die Zulagen, mittels deren die
Kurvenordinaten von einer Altersstufe zur nächsten anwachsen, in
jedem Fall für die höheren Alter stets kleiner und kleiner werden.