Full text: Grundzüge der Theorie der Statistik

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so muß die Alterskurve mit größer werdendem x langsamer und 
langsamer wachsen und muß um 100 Jahre herum (welches Alter 
nur äußerst wenige überschreiten) schließlich so gut wie wagerecht 
sein, d. h. die wagerechte Linie in der Höhe 1000 berühren. Etwas 
ganz Analoges muß natürlich gelten, wenn man die derselben Alters- 
gliederung entsprechende Flächenkurve betrachtet hätte, deren Ordi- 
naten angeben, wie viele %, über (älter als) x Jahre sind, da diese 
Flächenkurve mit der zuerst betrachteten Kurve hinsichtlich einer 
wagerechten Linie in der Höhe 500 %, symmetrisch sein muß, Die 
Kurve muß stets absteigen und schließlich die Abszissenachse in 
einem Punkte in der Nähe des durch x = 100 Jahre bestimmten 
Punktes berühren. Überhaupt wird die Flächenkurve, welche einer 
Verteilung entspricht, in der die extremen Fälle, beispielsweise auch 
las Exponentialgesetz, selten sind, den hier für die Altersverteilung 
erwähnten charakteristischen Verlauf aufweisen; und wo es sich um 
Verteilungen, z. B. um Altersverteilungen handelt, deren Form mit 
yeringen Ausnahmen durch gleiche Ursachen bestimmt wird, da 
werden die entsprechenden Flächenkurven oft eine auffallende 
Gleichheit aufweisen. 
Wenn man indes mittels Interpolation nach der Newtonschen 
Formel versuchen will, für die männliche Bevölkerung in Dänemark 
nach der Volkszählung 1921 den Verlauf der Flächenkurve zu be- 
stimmen, z. B. von folgenden Daten aus: 
unter 40 Jahren waren 715% 0 
„60 ” 903 , 
” 100 2? 2 1000 ” 
dann findet‘ man mittels der hier möglichen Interpolation zweiten 
Grades folgende Resultate: 
unter 80 Jahren waren 998 %/o 
„ &% „1008 , 
»„ 90 „1011 , 
„ 9 » „ 1008 , 
welche augenscheinlich absurd sind. Und das Ergebnis wird nicht 
besser, selbst wenn man die Ordinate der Flächenkurve (0,992 °/0o) 
für x = 80 Jahre kennen und benutzen und an einer Parabel dritten 
Grades interpolieren würde. Eine einfache lineare Interpolation in 
jedem der betreffenden Intervalle würde hier Resultate ergeben, welche, 
ohne gerade befriedigend zu sein, insofern als besser anzusprechen 
wären, als sie auf jeden Fall nicht die betonte Absurdität aufweisen 
würden. Eins der bequemsten Mittel zur Überwindung dieser Art 
Schwierigkeiten ist (wie im $ 232 erwähnt) die Anwendung der gra-
	        
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