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duktionsunkosten y für eine Warenmenge x von x abhängen. Wenn
der Einheitspreis konstant wäre, dann würde y ganz einfach x pro-
portional sein und durch eine gerade Linie durch den Anfangspunkt
dargestellt werden. Teilt man indes die Produktionsunkosten, wie
es oft der Fall ist, in zwei Teile A und B, so daß A die mit der
Produktion verbundenen festen Ausgaben, die von der Größe
der Produktion unabhängig sind, und B die laufenden Ausgaben,
die proportional der Größe der Produktion steigen oder fallen,
angibt, dann wird der Preis y für eine Warenmenge von der Größe x
durch die Gerade
y=A+Brx,
lie nicht durch den Anfangspunkt geht, dargestellt. Die ange-
führte Teilung sämtlicher Produktionsunkosten in nur zwei Teile
kann indes nur eine erste Annäherung werden; allerdings gibt es
Produktionsunkosten, die vollständig als fest, d. h. als ganz unab-
hängig von der Größe der Produktion, betrachtet werden können (so
z. B. die Verzinsung von Anlagen), und Herstellungskosten, die
völlig proportional der produzierten Menge wachsen (z. B. ge-
wisse Rohstoffe); hierüber hinaus aber treten viele Arten von Pro-
Juktionsunkosten auf, die keinem dieser Teile zugerechnet werden
können. Könnte dies berücksichtigt werden, dann würde die Ab-
hängigkeit zwischen dem Preise y für eine gegebene Warenmenge x
und x allerdings auch durch eine ständig steigende Kurve wieder-
gegeben, welche für x==0 einen gewissen endlichen positiven Wert
hat, über deren Verlauf sich hierüber hinaus nichts Weiteres sagen
läßt als das für die Aufstellung einer passenden Ausgleichungsformel
Entscheidende: daß die Kurve konkav sein muß, wenn die Her-
stellungskosten für jede produzierte Einheit mit wachsender Pro-
duktion fallen sollen. Als Beispiele mögen die KElektrizitätspreise
und die Sätze für Personen- wie Güterbeförderung der Eisenbahnen
erwähnt werden.
277. Eine wachsende Funktion liegt ebenfalls vor, wenn man
die der Altersgliederung einer Bevölkerung entsprechende Flächen-
funktion betrachtet, welche die Zahl der Personen unter einem ge-
gebenen Alter x (jünger als ein gegebenes Alter x; vgl. Figur 10)
angibt. Wie im $ 243 gesagt, steht diese wachsende Funktion in
unmittelbarer Relation zu der (ständig fallenden) Flächenkurve,
welche die Anzahl von Personen über einem gegebenen Alter (älter
als ein gegebenes Alter) angibt.