Full text: Grundzüge der Theorie der Statistik

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Irequenz dieser Begebenheiten in einer Bevölkerung von einer kon- 
stanten Größe F die Quotienten 
£ d 
CC =— ur und ß = vr 
benutzen, wo f und d jeweils die Zahl der im Zeitraum t einge- 
troffenen Geburten und Sterbefälle angeben. Da das Produkt t-F 
die im Zeitraum t von der Bevölkerung durchlebte Zeit T angibt 
und man sich auch T bestimmt denken kann, wenn F nicht konstant 
ist (vgl. $ 236), so kann man allgemeiner 
f d 
CU =— T und ß = T 
setzen. 
Diese Brüche, welche ungemein häufig in der Bevölkerungs- 
statistik benutzt werden, heißen die summarischen Geburten- und 
Sterblichkeitsquotienten; sie sind wie c in dem Sinne benannte 
Zahlen, daß die Zahlengrößen, durch die man sie ausgedrückt erhält, 
7on der Zeiteinheit abhängig sind, durch die man t ausdrückt. 
2386. Denkt man sich die Größe der Volkszahl zu jeder Zeit 
innerhalb der betrachteten Periode durch die oben angeführte Inter- 
polationsformel 
log Fe = log Fo +6, 
bestimmt, dann läßt sich hierauf die von der Bevölkerung in der 
Periode durchlebte Zeit und die mittlere Volkszahl der Periode be- 
rechnen (vgl. 8 240). Bei einer rein numerischen Bestimmung 
dieser Zahlen wird hierbei kein Grund dazu sein, andere als die ge- 
wöhnlichen Briggschen Logarithmen (mit der Grundzahl 10) zu be- 
nutzen. Die zwischen der in die Interpolationsformel eingehenden 
Konstante c und der Häufigkeit von Geburten, Sterbefällen und 
Wanderungen bestehende Abhängigkeit nimmt indes eine besonders 
sinfache Form an, wenn man mit den bereits im $ 108 erwähnten 
natürlichen Logarithmen mit der Grundzahl e == ca. 2,7183 rechnet 
und also 
Fe — Fo . et 
setzt. In diesem Falle erhält man nämlich (vgl. den Anhang) für 
die durchlebte Zeit 
pn 
C 
Wenn nun der Bevölkerungszuwachs FF, — Fo dadurch zustande 
vekommen ist, daß in der Periode f£ Geburten und d Sterbefälle ein-
	        
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