Full text : Grundzüge der Theorie der Statistik

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zu suchen ist, in dem hier gedachten Falle so, daß so gut wie alle
in der Gruppe E aufgeführten 39483 Personen nahe bei 55 Jahren
lagen. In der Regel wird man jedoch dazu berechtigt sein, von der
Möglichkeit einer solchen Anomalie abzusehen; aber die Sterblichkeit
 kann auch von anderen Umständen wie Geschlecht, Zivilstand,
Aufenthaltsort (Stadt oder Land), Beruf, Art der Versicherung usw.
(vgl. unten $ 290) abhängig sein. Wenn man nicht damit rechnen
darf, daß die verglichenen Gruppen gleichartig hinsichtlich der in
Betracht kommenden Einteilungsgründe zusammengesetzt sind, dann
ist näher zu prüfen, ob ein Unterschied zwischen den Sterblichkeitsquotienten
 nicht eher einer verschiedenen Zusammensetzung der beirachteten
 Gruppen als einem Unterschied auf Grund der Sterblichzeit
 zuzuschreiben ist. In welcher Weise eine diesbezügliche Untersuchung
 vorzunehmen ist, wurde im IV. Kapitel besprochen und soll
laher an dieser Stelle nicht behandelt werden.
289. Über die summarische Geburtenfrequenz kann man
entsprechende Bemerkungen machen. Fragt man nach den Ursachen
der gefundenen Verschiedenheiten, so geht es wie bei der Sterblichkeit,
 daß die summarischen Zahlen mitunter mehr irreführend als
anleitend sein können. Während man bei der Untersuchung des
Anwachsens der Volkszahl mit der oben gegebenen Begründung die
Geburtenzahl einer Periode ins Verhältnis zur ganzen Bevölkerung
‘bzw. zur mittleren Bevölkerung) der Periode setzen kann, muß man,
sobald es sich um eine eingehendere Untersuchung handelt, u. a. oft
von der Größe der männlichen Bevölkerung absehen oder sogar nur
den Teil der weiblichen Bevölkerung betrachten, welcher gebärfähig
ist. Werden weiter noch die Mütter in verschiedene Altersgruppen
zeteilt, dann wird sich wie bei der Sterblichkeit ergeben, daß die
Geburtenfrequenz stark mit dem Alter der gebärenden Mütter und in
recht verschiedener Weise für verheiratete und unverheiratete Mütter
schwankt: vgl. die folgenden auf Grund dänischer Erfahrungen für die
Jahre 1916—1920 berechneten Promillen für die Geburtenfrequenz:
Verheiratete | Unverheiratete
Frauen Frauen

L6—20 Jahre
20—25
25—30
30—35
35 —40
40 —45
A5—50

541,
367,5
268,7
198,5
134.8
60,9
61

16.7
38'3
30,8
23,9
16,7
71
04
            
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