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Kennt man nun nicht nur die Altersgliederung der Sterbefälle,
Sondern innerhalb jeder Altersklasse x bis (x-+hh) die Verteilung
der in dieser eingetroffenen Sterbefälle nach gewissen Gruppen von
Todesursachen, z. B. insgesamt n Gruppen, so kann man sich d in
n Teile,
d= di +d,+dz..,..-+da
zerlegt denken, die sich wie die auf jede Todesursachengruppe ent-
fallende Anzahl von Sterbefällen verhalten. Läßt sich dies für
sämtliche Altersklassen durchführen, so bekommt man also eine
in n Teile dekomponierte Verteilungskurve d(x), welche innerhalb
jeder Todesursachengruppe die Verteilung der Sterbefälle nach dem
Alter angibt. Es liegt in der Natur der Sache, daß diese Ver-
teilungen nur dann mit den beobachteten übereinstimmen, sofern die
Bevölkerung stationär ist, und es war oben erwähnt, daß es vor-
l‚äufig nicht geglückt ist, die Todesursachen in so beschaffene
Gruppen zu sammeln, daß sämtliche jeder dieser Ursachen ent-
sprechenden partiellen Verteilungskurven sich der exponentiellen
Form nähern.
Ohne Rücksicht auf die Art der benutzten Einteilung folgt
unmittelbar aus der Art und Weise, in der die partiellen Verteilungs-
kurven d,, d,, ds ... d. bestimmt werden, daß die Summe der von
diesen Kurven im Intervall von 0 bis x Jahren begrenzten Flächen
zleich 1(x) sein muß. Werden ferner die den benutzten Todes-
arsachengruppen entsprechenden partiellen Sterblichkeitsintensitäten
= da
Sn Mn =
betrachtet, deren Größen außer von der Einteilung der Todesursachen
auch vom Alter x abhängt (biometrische Funktionen sind), so ist
zleichfalls
u= U + 2 + #3... + Un;
und die Summe der von diesen n biometrischen Funktionen in einem
beliebigen Altersintervall x bis y begrenzten Flächen muß gleich der
von der Kurve u(x) im selben Intervall begrenzten Fläche, welche
den Wert
1(x)
M(y) — M(x) = — 108 7m
hat, sein.
Im besonderen muß die Summe der von den Kurven 44 42 .. Un
im Intervall von 0 bis x Jahren begrenzten Flächen Mi(x). M,(x)
.. Miı(x) den Wert der Flächenfunktion