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bracht wurde. Für eine A-Gruppe wie die in der Figur 18mit A BDC
bezeichnete findet man die Zeit unmittelbar als Summe aus den Leb-
zeiten T, und T,, welche von jeder der beiden Elementargruppen,
aus denen die Hauptgruppe zusammengesetzt ist, stammen; denn die
Individuenlinienstücke, auf deren Gesamtlänge es ankommt, fallen
hier ganz und gar entweder in die eine oder die andere der Elementar-
gruppen. Wenn man annehmen darf, daß die Sterbepunkte einiger-
maßen gleichmäßig verteilt sind, dann ergibt sich als Resultat
also ca. + Jahr für jeden Sterbefall.
Anders geht es indes, wenn man eine der beiden anderen Haupt-
gruppen (eine B- oder C-Gruppe), welche von den den Individuenlinien
parallelen Linien begrenzt werden, betrachtet. Werden die in einem
Kalenderjahre in einer 1-jährigen Geburtengruppe (einer B-Gruppe)
Verstorbenen betrachtet, dann kommt zur Summe der Lebzeiten in
jeder. der beiden Elementargruppen der Hauptgruppe noch die Zeit
hinzu, die die nach dem Geburtstage Verstorbenen (deren Sterbepunkte
in die älteste Elementargruppe fallen) vor dem Geburtstage in der
Gruppe zugebracht haben; und für eine C-Gruppe haben wir genau
so eine ähnliche Zulage für diejenigen, welche in den letzten der
zwei in Betracht kommenden Kalenderjahre gestorben sind, nämlich
die von diesen Personen im ersten Kalenderjahre in der Gruppe
verbrachte Zeit. Die Zeit, welche die in der einen Elementargruppe
Verstorbenen in der anderen verlebt haben, wird, wie im Anhang
erwiesen, ebenfalls ungefähr } Jahr für jeden Sterbefall betragen;
die Zeit, welche diejenigen Personen, deren Sterbepunkte in eine B-
oder C-Gruppe von Toten fallen, durchschnittlich je in der ganzen
Gruppe vor dem Tode zugebracht haben, wird somit + Jahr, welches
Ergebnis unmittelbar einleuchtet und bereits weiter oben (& 311) be-
nutzt worden ist.
C. Die Wanderungen,
316. Bei der obigen Darstellung haben wir im großen ganzen
von der Möglichkeit abgesehen, daß innerhalb der betrachteten
Gruppe neue Individuen in die Erscheinung treten (Einwanderung) oder
daß Individuen in anderer Weise als in einem Sterbepunkte enden
könnten (Auswanderung). Es wurde jedoch bereits im $ 296 er-
wähnt, daß man sich solche Ein- und Auswanderungspunkte analog
den Sterbefällen (Sterbepunkten) in Gruppen nach Wanderungsalter,
Wanderungszeitpunkt und Geburtszeit eingeteilt denken kann und
daß das Vorkommen von Wanderungen keine prinzipiellen Änderungen