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geographisch bestimmten — Wanderung gelten, welche auftreten
kann, wenn ohne irgend welche Teilungen eine Sterbetafel für die
Bevölkerung eines ganzen Landes (oder Staates) berechnet wird;
eine solche Berechnung ist daher auch in der Regel mit dem relativ
geringen Umfang der betreffenden Wanderungen zu begründen. Teilt
man dagegen die betrachtete Bevölkerung in verschiedene Teile,
z. B. außer der soeben genannten Gliederung nach Geschlecht und
Zivilstand in Stadt- und Landbevölkerung, in ehelich und außer-
ehelich Geborene (wobei die Legitimationen als Wanderungen auf-
treten), in soziale Gruppen oder Berufsgruppen, in Abstinenzler und
Nichtabstinenzler usw., so wird, selbst wenn die oben genannten
geographisch bestimmten Wanderungen unbedeutenden Umfangs sind,
in der Regel Veranlassung dazu sein, Wanderungen erheblichen Um-
fanges zwischen den Gruppen zu berücksichtigen; findet man
daher beim Vergleich zwischen verschiedenen Gruppen einen be-
trächtlichen Unterschied in der Sterblichkeit, dann wird man — mit
Ausnahme der Gliederung nach dem Geschlecht — vor die Frage ge-
stellt, ob die für eine Gruppe ermittelte größere Sterblichkeit Ur-
sachen, welche lediglich in dieser Gruppe wirken, zuzuschreiben ist
oder von Ursachen, die sich in Wirklichkeit in einer anderen Gruppe
geltend machen, jedoch nur auf Grund von Wanderungen auch in
der ersteren bemerkbar sind, stammt.
Als Beispiel hierfür möge die von A. N. Kizr!) hervor-
gehobene eigenartige Unregelmäßigkeit im Verlauf der Sterblich-
keitskurve für Männer von 20—35 Jahren (vgl. Figur 17b) heran-
gezogen werden, eine Unregelmäßigkeit, die von einem recht
erheblichen Übertritt von der Gruppe von Unverheirateten zu der
von Verheirateten zu stammen scheint. Wie oben erwähnt, ist es
einerseits wahrscheinlich, daß ein Teil schwächlicherer Junggesellen
unverheiratet verbleibt, andererseits wahrscheinlich, daß eine Ver-
ehelichung, welche in großem Umfange in diesen Altern vor sich
geht, die Aussicht zu leben verbessert und damit die Sterblichkeit
der ganzen Altersklasse drückt. Etwas ganz Entsprechendes gilt
bei der Untersuchung der Sterblichkeit in verschiedenen Berufen;
beispielsweise bildet die Dienstbotenklasse eine Bevölkerungsgruppe mit
einem in gewissen Altersklassen unverhältnismäßig großen Zu- und
') Livs- og Dodstabeller for det norske Folk efter Erfaringerne fra Tiaaret
1871/72—1880/81, Norges officielle Statistik, 3. Rekke. Nr. 68. Kristiania 1888.
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