Full text : Grundzüge der Theorie der Statistik

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Zahlen zu bezeichnen; leben dann verhältnismäßig viel hellhaarige
Personen in einer und viele dunkelhaarige in einer anderen Gegend,
und gibt man den verschiedenen Schattierungen Nummern, z. B,.,
niedrige Zahlen für die hellen, hohe Zahlen für die dunklen Personen,
 so wird man in gewöhnlicher Weise aus diesen Zahlen
Durchschnitte bilden und für die eine Gegend niedrigere Durchschnitte
 als für die andere finden können. Beispielsweise wird auch,
wenn die Kinder einer Klasse nach Fleiß und Tüchtigkeit geordnet
werden, die Nummer eine ähnliche Recheneinheit abgeben. Die
Durchschnittsaummer für eine Gruppe wird ein Indizium sein, z.
B. wenn man Intelligenz oder Geistesgaben bei Kindern mit Sprachfehlern
 und bei normalen Kindern vergleichen will. Wenn solche
Gesichtspunkte eine reelle Verbindung mit den faktischen Verhältnissen
 haben, wird man sich auch mit der nötigen Vorsicht die
angeführten Berechnungen erlauben können; man darf jedoch nicht
vergessen, daß diese Durchschnittszahlen bedeutsame Verhältnisse
verschleiern, welche nur ans Tageslicht gelangen können, wenn eine
Spaltung in verschiedene Teile unternommen wird, während man
sie nicht wird wahrnehmen können, wenn Maßstäbe von mehr oder
weniger willkürlicher Natur verwandt werden. Beispiele solcher
Beobachtungsreihen lassen sich zur Genüge finden. Hier sei nur
ein einzelnes gegeben, das von K. Pearson stammt: 1000 Männer
wurden nach der Augenfarbe nach einer Skala mit 8 von hellblau
bis stark dunkel, braun oder schwarz reichenden Stufen eingeteilt;
gleichzeitig wurden die Väter der betreffenden Männer auf gleicher
Grundlage geordnet (das Material ward Fr. Galtons Family Record
entnommen). Bezeichnet man nun die erste Nummer der Farbenskala
 mit 1, die nächste mit 2 usw., so läßt sich eine gewöhnliche
Korrelationstabelle aufstellen, in der die 1000 Personen auf einmal
nach den Nummern ihrer eignen Augenfarbe und der ihrer Väter
verteilt werden. Im untenstehenden Auszug aus einer solchen
Tabelle!) ist teils die Verteilung der Väter, teils die der Söhne auf die
benutzten 8 Farbenklassen (die marginalen Verteilungen der Korrelation)
 mitgeteilt, und teils sind die Durchschnittsnummern für
Söhne (resp. Väter) der den einzelnen Farbenklassen zugeteilten Väter
(resp. Söhne), d. h. die Regressionskurven der Korrelation, ersichtlich :

. 1) K. Pearson: Mathematical contributions to the theory of evolution — On
the inheritance of characters not capable of exact quantitative measurement, Appendix
 II. Philosophical Transacetions. Series A, vol. 195. London 1901. S. 138.
            
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