542
Alter der Mutter
Zahl der Zahl der
Sterbefälle Ser Sterbefälle I
faktisch | erwartet a, | nummer faktisch | erwartet | a
a b b BR, b b
N
unter 20 Jahren
20—25
25—30
30—35
35—40 ,
über 40 ,
unangegeben
215
752
671
443
340
131
„65
705 1,
705 0,05
490 * 0,90
3465 0,97
“0,92
Zusammen | 2555 | 2555 | 1,00 |
ZZ
‚4
48
70
L “10
6 155
( 126
8 92
9 69
über 9 159
! 9555 |!
(v4 4,93
539 0,88
357 0,97
266 1,02
193 1,09
141 1,10
‚06 1,19
80 1,15
57 1,21
112 1,42
2555 | 1,00
Da die erwartete Anzahl von Sterbefällen z. B.unter Erstgeborenen
(704) unter der Voraussetzung berechnet ist, daß die erstmalig gebärenden
Mütter gerade dieselbe Altersgliederung haben wie die
Mütter, welche die 6230 Kinder, unter denen die 652 faktischen
Sterbefälle eingetroffen sind, zur Welt brachten — und so fort für
die übrigen Geburtsaummern —, so werden Erstgeborene also eine
größere Säuglingssterblichkeit als die als Nummer 2 geborenen Kinder
aufweisen; und danach steigt die Sterblichkeit mit wachsender Geburtsnummer.
Ebenfalls wird unter der Voraussetzung derselben Verteilung
nach Geburtsnummern die Säuglingssterblichkeit unter den
von jungen Müttern geborenen Kindern größer als unter den von etwas
älteren Müttern geborenen sein. Da sich der mittlere Fehler der
bei diesen Standardberechnungen benutzten durchschnittlichen Sterblichkeitsquotienten
leicht berechnen läßt, kann man ebenfalls leicht,
wie im $ 344 angegeben, die mittleren Fehler in den Verteilungsgesetzen
der erwarteten Zahlen finden und dabei den Umfang des
Materials berücksichtigen. Überhaupt bietet die Methode den Vorteil,
daß sie nie die Eigentümlichkeiten und den Umfang des Materials
unbeachtet läßt.
349. Hier mögen auch die interessanten, jedoch schwierigen und
mannigfaltigen Fragen, die die Erblichkeitsforschung stellt,
erwähnt werden, bei deren Untersuchung die Korrelationstheorie in ganz
besonderem Maße Anwendung gefunden hat, wo jedoch die Methode
der erwarteten Anzahl oft ausreichen wird. Die Schwierigkeit liegt
hier vor allem darin, daß es kaum möglich ist, ein vollständig klares
Beobachtungsmaterial zu erheben und daß aus diesem Grunde die
Ursachen denn auch nur schwerlich klar hervortreten können.