fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

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3. durch indirekte Rimesse, d. h. durch Sendung von Wechseln, Schecks 
usw. auf einen dritten Platz, z. B. Sendung von Berlin nach London 
in Wechseln auf Paris. — Der Arbitrageur muH bei dieser i n - 
direkten Arbitrage die Kurse mehrerer Plätze vergleichen, 
um festzustellen, wo er zur Abdeckung einer Schuld eine Devise am 
billigsten kaufen kann. 
Während es sich bei der Ausgleichsarbitrage darum handelt, den vorteil 
haftesten Weg zu suchen, um eine bereits bestehende Verbindlich 
keit zu begleichen, bzw. eine Schuld einzuziehen, werden bei der Differenz- 
arbitrage zwei neue Geschäfte eingegangen. Der Arbitrageur such: 
ein Wertpapier oder eine Devise oder ein Quantum gemünztes oder un- 
gemünztes Edelmetall an einem Orte so billig zu erwerben, daß beim 
sofortigen Verkauf an einem anderen Platz nach Abzug aller Spesen noch 
ein Nutzen für ihn bleibt. 
Sah z. B. der Arbitrageur, daß trotz der Spesen (Courtagen, Stempel, 
Porti usw.) bei Berücksichtigung der verschiedenen Art der Kursnotierung 
spanische Exterieurs in Paris sich billiger als in Berlin stellten, so kaufte er 
einen Posten hiervon in Paris und verkaufte denselben Betrag gleichzeitig an 
der Berliner Börse. 
Die Arbitragegeschäfte erfolgen meist L meta, d. h. gemeinsam mit einer 
Firma des fremden Platzes, mit dem man arbitriert. Besitzt die Firma 
an dem betreffenden Platze eine Filiale, so werden die Geschäfte natürlich 
mit dieser abgeschlossen. 
Nehmen wir an, die Firma A in Berlin beabsichtige, mit Hamburg 
zu arbitrieren. Sie wird die befreundete Bankfirma B in Hamburg 
fragen, ob sie geneigt sei, mit ihr in eine Metaverbindung zu 
treten, und zwar derart, daß ein aus diesen Geschäften sich ergebender Ge- 
winn bzw. Verlust geteilt werde. Erklärt B sich hiermit einverstanden, 
und hat man sich auch sonst über die Modalitäten geeinigt, dann beginnt 
der Verkehr der beiden Firmen, bzw. ihrer beiden Arbitrageure, der in 
der Hauptsache sich telephonisch abspielt. 
Jni Börsengebäude, von dem Hauptsaale leicht erreichbar, befinden sich 
eine Anzahl Telephonzellen, die den Börsenbesuchern gegen Entrichtung 
einer Gebühr zur Verfügung stehen Die Berliner Börse besitzt 
J ) An der Berliner Börse werden Telephonzellen zur alleinigen Benutzung 
einer Firma vermietet, oder die Benutzung ist jeweils gegen Zahlung einer
	        
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