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Um eine solche Umrechnung handelt es sich gerade, wenn man
mehr oder weniger willkürlich den einem der betrachteten Zeitpunkte
entsprechenden Durchschnitt p oder den demselben Zeitpunkt ent-
sprechenden Gesamtpreis P als Basis wählt und danach — eben-
falls willkürlich, aber als etwas Naheliegendes — die zwischen dem
Basiszeitpunkt t, und einem in der Regel späteren Zeitpunkt t, er-
folgte Preisveränderung entweder durch das Verhältnis ‘*)
_—_ P
u =— P,
zwischen dem zur Zeit t, erwarteten Preis für die ganze Waren-
menge und dem um den Basiszeitpunkt t, berechneten Preis für
dieselbe Warenmenge oder durch das Verhältnis
P.,—P
«—1=- F,
ausdrückt. Diese Verhältnisse werden gewöhnlich in ganzen
Hundertsteln (Prozenten) ausgedrückt. Wenn letzteres Verhältnis
den Wert von a Prozent hat, ist der Wert des ersteren (100 + a)
Prozent, und man sagt dann kurz, daß entweder die Preise von t,
bis t, um a Prozent gestiegen sind oder daß die Preiszahl (das
Preisniveau) um den Zeitpunkt t, gleich 100 + a ist, wobei a natürlich
negativ sein kann.
Wenn man ausdrückt, wieviel sich der Preis einer einzelnen
Ware verändert hat, indem man angibt, wieviele Prozent des ur-
sprünglichen Preises die Veränderung beträgt und wie oben diese
Betrachtung auch auf den hier betrachteten Durchschnitt p oder
auf den Gesamtpreis P überträgt, dann bietet die Methode ferner
den Vorteil, daß die oben erwähnte Freiheit hinsichtlich der Art
und Weise, auf welche man weiterhin die verschiedenen Zeitpunkten
entsprechenden Werte von p oder P behandeln will, auch die Wahl
von Basisjahren mit umfaßt,
Hat man z. B. die untenstehenden Daten
Zur Zeit Erwarteter Preis
t, = 1./7. 1914 P, = 2000 Kr.
t = 1./1. 1916 P, = 200 »
t = 1./1. 1917 P, 3000
dann erhält man nämlich, je nachdem P, = 2000 Kr. am 1./7. 1914
oder P, — 2500 Kr. am 1./1. 1916 als Basis benutzt wird, folgende
Preiszahlen:
1) Siehe u. a. die Abhandlungen von Laspeyres in Jahrb. f£. Nationalök
u. Stat., 1864 und 1871.
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