Full text : Grundzüge der Theorie der Statistik

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menge rechnen. So hat z. B. schon Drobisch!) im Jahre 1871
vorgeschlagen, den Durchschnittspreis der Wareneinheiten zu den
Zeiten t, und t, jeweils durch die Gleichungen
Saln! San
zu berechnen, wo q‘ und q“ die zu den Zeiten (in den Zeiträumen)
t, und t;, umgesetzten, im allgemeinen verschiedenen Mengen (mit
derselben Einheit gemessen), p‘ und p“ die Preise, zu denen die
betrachteten Mengen umgesetzt wurden, angeben. Hieraus läßt sich
dann wie oben das Verhältnis

P2
Pı
als Ausdruck für die veränderte Kaufkraft des Geldes von t, zu 6
berechnen.

Es ist klar, daß diese Methode — wie die oben beschriebene —
dasselbe Resultat für die Preisveränderung von t, und t; ergibt, einerlei,
ob die Berechnung direkt auf Grund der für diese zwei Zeiten
beobachteten Preise und Mengen oder mit Einfügung einer Berechnung
 der Preisveränderung, teils von t, zu einem zwischen t, und
t gelegenen Zeitpunkt t,, teils von der Preisveränderung von t, und t,,
vorgenommen wird. Wenn man nun ferner damit rechnen könnte, daß
die Umsatzmengen lediglich und unzweideutig durch die Preise bestimmt
 würden und daher auch, wenn die Preise nach einer Reihe
von Jahren in die ursprüngliche Lage zurückkehrten, selbst die
Gestalt der ursprünglich bei der Preisberechnung angewandten Mengen
wieder annähmen, dann würde man nach dieser Methode als Ausdruck
 für das unveränderte Preisniveau ebenfalls den Preisindex
100 erhalten. Die Voraussetzung hierfür wird indes selten oder nie
Stich halten. Man kann ferner auch nicht, wie es mit der Abhängigkeit
 der Altersgliederung von der Sterblichkeit der Fall war,
den Zusammenhang zwischen Preis und Umsatzmenge für eine
größere Gruppe von Waren angeben.

363. Der Tatsache, daß sich die Umsatzmengen gewöhnlich
gleichzeitig mit den Preisen verändern, worauf die Berechnung des
erwarteten Preises für eine unveränderliche Warenmenge gerade

') Über Mittelgrössen und die Anwendbarkeit derselben auf die Berechnung
des Steigens und Sinkens des Geldwertes, Berichte d. Kgl. sächs. Gesellsch. d.
Wissenschaften, Math.-phys. Klasse, Bd. 23, 1871. S. 24 ff.
            
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