Full text : Grundzüge der Theorie der Statistik

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geschlechtlicher Verbindung ein neues Individuum erzeugen. Dieses
"ein Heterozygot) ist trotz der Krankheit anscheinend gesund. Die
betreffenden Elemente müssen zur Hälfte auf den kranken, zur Hälfte
auf den gesunden Gameten zurückgeführt werden. Heterozygote
Individuen dieser Art können nun sexuelle Verbindungen, bald mit
zesunden, bald mit kranken Homozygoten, bald wiederum mit Heterozygoten
 eingehen, und die Verteilung der gezeugten Individuen nach
ihren Eigenschaften läßt sich nach der Theorie im KEinklang mit
der Wahrscheinlichkeitsrechnung bestimmen. Wenn ein Heterozygot
 und ein gesunder Homozygot miteinander in Verbindung
treten, wird die eine Hälfte der neuen Zygoten aus völlig gesunden,
die andere aus anscheinend gesunden Heterozygoten bestehen.
Umgekehrt ist es dort, wo die Verbindung mit einem kranken Homozygoten
 hergestellt wird; dann sind die neugeborenen Individuen
zur Hälfte Heterozygoten, zur Hälfte kranke Homozygoten. Was
schließlich die dritte Kategorie anbetrifft, so wird gemäß der Theorie
lie Hälfte aus anscheinend gesunden Heterozygoten, ein Viertel aus
kranken und ein Viertel aus gesunden Heterozygoten bestehen. Wenn
zin gesundes Mitglied dieser Generation ein gesundes Individuum
heiratet, ist die Krankheit ausgeschaltet; andere Mitglieder der Generation
 besitzen die Krankheit in latentem Zustande, und diese
wird dann in späteren Generationen auftreten (Atavismus); andere
wiederum sind krank, und der krankhafte Zustand wird latent oder
>ffenbar auf die Nachkommenschaft übertragen werden.
Wenn man eine dominierende Eigenschaft mit A, eine rezessive
mit a bezeichnet und sich vier Paare denkt: AA, Aa, aA und aa,
jann tritt die letztere Eigenschaft (a) bei einem Viertel voll und
ganz, bei einem anderen Viertel gar nicht in die Erscheinung. Bei
einer Verbindung zwischen zwei Aa-Typen wird man wieder
25°% AA, 25° aa und 50%, Aa (oder aA, was dasselbe ist) erhalten.
 Die erste Gruppe wird nicht die a-Eigenschaft fortpflanzen
können; nur die Verbindung mit einem a-Gameten kann eine solche
Fortpflanzung ermöglichen.
Nun ist augenscheinlich die Möglichkeit vorhanden, daß Sperma
oder Kizelle nicht nur zwei, sondern eine große Anzahl von Elementen
 haben, von denen bei der Befruchtung z. B. die Hälfte in
den neuen Zygoten übergehen. Möglicherweise wird diese Über-‚ragung
 nach der Binomialformel vor sich gehen; von jedem Gameten
 ergibt sich die Hälfte der Elemente sozusagen als Resultat
9jner Verlosung. Allmählich wird dann eine Dispersion entstehen.
            
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