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lichkeit dieses oder jenes Prozent beträgt. Wenn der Medizinalstatistiker
nachgewiesen hat, daß eine Serumbehandlung günstig ausgefallen
ist, dann wird er in der Regel zufrieden sein, wenn er bloß
mit einiger Sicherheit die Grenzen der Wirkung nachweisen oder
nur behaupten kann, daß die Serumbehandlung im ungünstigsten
Falle ein klein wenig günstiger als die bisherige Behandlung auszällt,
ohne doch im übrigen die Grenzen angeben zu können.
8391. Ein Wendepunkt in der Geschichte der Statistik ist hinsichtlich
des Materials und seiner Erhebung eingetreten. Während sich
lie Ausüber der Statistik bisher in der Regel nur wenig hierum
kümmerten, verhält es sich jetzt ganz anders: Einsammlung und Bearbeitung
der Beobachtungen haben im letzten Menschenalter ungeheure
Fortschritte gemacht, ganz besonders in der amtlichen
Statistik. Diese hat die Fragen so zu stellen gelernt, daß die Beantwortung
möglichst leicht erfolgen kann. Sie hat ferner vorzügliche
Hilfsmittel in der Technik, und sie weiß, wie wünschenswert
es ist, die Genauigkeit der Beobachtungen nachprüfen zu können,
Nicht nur die alten Domänen der Statistik, wie z. B. die Sterblichkeitsstatistik,
können in dieser Beziehung einen Fortschritt melden;
auch ganz neue Gebiete, vor allem die Sozialstatistik (z. B. die
Arbeitslosigkeitsstatistik), sind der amtlichen Statistik zugänglich
gemacht worden dank des wachsenden Zutrauens, dem die Statistik
heutzutage in der Bevölkerung begegnet.
Aber nicht bloß die amtliche Statistik (zu der sich — wie in
der Geschichte der Statistik erwähnt — in neuerer Zeit die Labor-Bureaus
und kommunalstatistischen Institute gesellen) hat ein ausgedehntes
Beobachtungsfeld gewonnen, das sich in Zukunft wahrscheinlich
noch sehr wird erweitern und jedenfalls tiefer bearbeiten
:assen können. Auch private oder halbwegs private Bestrebungen fördern
diese Fortschritte. Stiftungen wie die von Galton gegründeten
haben in dieser Beziehung eine große Zukunft, da sie Beobachtungen
anstellen können, die sich weniger für die amtliche Statistik eignen,
wie es z. B. mit Stammtafeln, anthropometrischen Untersuchungen
1sw. der Fall ist. Hier hat die private Initiative gute Aussichten.
Wenn man z. B. den Alkoholverbrauch in verschiedenen Gesellschaftsklassen,
den Zustand der Zähne bei Schulkindern, die Häufigkeit
von Sprachfehlern oder die Erblichkeit gewisser Krankheiten zu erfahren
wünscht, dann wird sich die amtliche Statistik nicht so leicht
auf solche Aufgaben einstellen können, wie ein privater Verein oder
eine Stiftung.