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Sparsamkeit ging zu einer Zeit, wo sein Vermögen auf
5 bis 6 Millionen Dollar geschätzt wurde (1862), so weit,
daß er sich weigerte, seine Garderobe von einem Schneider
ausbessern zu lassen. Er war unverheiratet und besorgte
seine Bedürfnisse im allgemeinen selbst: zu mehreren Malen
fand man ihn in seinem Büro in der Chemikalien-Bank
eifrig mit dem Nähen seines Rockes beschäftigt. Als
Schreibpapier benutzte er leere Rückseiten von Briefen und
Umschlägen, die er sorgsam und systematisch aufbewahrte
und beiseite legte. Sein Haus an der 19. Straße, an der Ecke
des Broadway, war ein Raritätenladen. Im Kellergeschoß
hatte er eine Schmiede, wo er mit Instrumenten aller Art
hantierte, auf dem Boden aber eine juristische Bibliothek
von zehntausend Bänden, denn es war sein fester Ent-
schluß, niemals einen Advokaten für einen Rat zu bezahlen,
den er selber in Büchern lesen konnte.
Doch dieser alte Geizkragen, der sich vieles von den
alltäglichen Bequemlichkeiten und Annehmlichkeiten des
Lebens versagte und wegen einer lächerlichen Summe
stundenlang markten und feilschen konnte, gestattete sich
wenigstens Eine kostspielige Laune: seine Liebhaberei für
seltenes Geflügel und andere Tiere. Störche, Fasanen und
Pfauen waren in den Gärten um sein Haus herum zu sehen,
und auch eine Anzahl Meerschweinchen. In seinem Stall
hielt er eine Kuh, um sich mit frischer Milch zu versorgen;
er melkte sie oft selber.
Dieser millio-närrische Kerl war sehr melancholisch und
kümmerte sich, von seiner sonderbaren Sammlung zahmer
Tiere abgesehen, um nichts außer um Land und Häuser.
Wenn man ihn aufsuchte, fand man ihn gewöhnlich über
einer Liste seiner Besitztümer schwitzen. Dessen wurde er
nie müde, und er wurde nur dann wütend, wenn er zu
seinem Inventar nicht Häuser genug hinzufügen konnte.
Er starb 1879 im Alter von 79 Jahren, und wenige
Monate darauf verschied sein Bruder Robert, der auf
seine Art ebenso verdreht und geizig war wie er, im
70. Lebensjahre.