613
ber Freistellen auch nach der Zulassung zur ersten Kommunion und er
halten m der Präparanden-Klasse die für das Seminar nöthige Vor
bildung. Sie treten, sofern sie nicht mit Zustimmung ihrer Vormünder
emen andern Beruf ergreifen wollen, als Fundatisten in das Seminar
cm, wenn sie die Aufnahme-Prüfung gut bestehen, gegen ihre Führung
em Tadel vorliegt, und die übrigen Bedingungen der Aufnahme er
füllt werden.
Graf v. Schlabrendorffsche Seminar, und Waisenhaus. Stiftung zu
Eine selbstständige Stiftung, mit dem Köuigl. ev. Schullehrer-Seminar
zu Steinau eng und organisch verbunden und unter die Leitung des
Seminar-Direktors gestellt. Die Stiftung besitzt kein besonderes'Ver
logen , sondern ist ein Theil der großen Schnl-Stiftung des Grafen
w ^-chlabrendorff. Sie wird durch Zuschüsse aus' dem Haupt-
^tiftungs-Fonds im Betrage von 4800 Thlr. jährlich erhalten. Das
Waisenhaus nimmt 28 Waisen auf: es müssen nach testamentarischer
-Bestimmung gesittete, körperlich und geistig bildungsfähige und be-
ourftlge Kinder verdienstvoller Eltern sein, welche eine Ausbildung
zu Lehrern resp. zu gebildeten Handwerkern und Landleuten (Wirtb-
lchaftsbeamten rc.) erhalten sollen.
Graf v. Schlabrendorffsche Stiftung zu Schlaufe.
Der Standcsherr Graf Stanislaus v. Schlabrend or ff (f 1859)
letztwittig 4000 Thlr., deren Zinsen zur Bekleidung armer
chulktnder aus den Dörfern Schlaufe und Olbersdorf und aus den
i >r LtandeSherrschaft Mttnsterbcrg-Frankcnstcin gehörigen Ortschaften
verwendet werden sollen. Die Bekleidung soll aus 'den Zinsen des
Lüftungs-Kapitals jährlich zu Weihnachten je nach Bedürftigkeit der
Fluder und ohne konfessionellen Unterschied von den Erben 'bewirkt
wenn deren aber keine mehr vorhanden, durch die Regierung zu Breslau
-veftlmmung getroffen werden, wie dem Zwecke der Stiftung m ge-
9C11, und welcher Person oder welchen Personen die Verwendung der
B ffen und die Auswahl der Kinder zu übertragen ist.
g.. Ģräfin v. Schlabrendorffsches Legat zu Gröben.
à ' Ģräfin v Schlabrendorff geb. v. Ryssel (+ 1858)
stü^.?^ der Klrchenkaffe zu Gröben (Teltow) 2000 Thlr. zur Unter-
llutzung der dortigen Armen.
Schleiermachersche StifMng,
den den Freunden des^ş Schleier mâcher begründet
Mit
den w.Z : T le term a cher l
Ņ , âftcn einer moralischen Person begabt, hat sie den Zweck, junge
Be,si> ^ ,c n . ac ^ ä^öftblidjer philologischer Vorbildung unter den in
ein e», » , êoļogie ^tudirenden sich vortheilhaft auszeichnen und dabei
ui vini •! r? e4( îànt darthun, so daß sie eine gegründete Hoffnung
¡e ^"glichen wissenschaftlichen oder kirchlichen Leistungen geben, in
Ant? s-^î"d'"î, welche ans keinen einzelnen Theil und keine einseitige
Ussaffung der Theologie beschränkt werden sollen, aufs Beste zu fördern.