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Nordufer des Genfersces, im Wallis, im südlichen
Tessin, dem ganzen regenarmen und geschützten Süd
ostfuß des Jura entlang bis zu den Rebbergen
von Hallau im Kanton Schaffhausen, an der Lägern,
im nördlichen Teil des Kantons Zürich und
im St. Gallcr Rheintal. Diesseits der Alpen wird
der Wcinstock am Rebstickcl in wohlgeordneten Reihen
gezogen; im Tessin bildet er malerische Weinlauben
oder klettert mitten zwischen andern Kul- Rückg-n, d-,
turen an Bäumen empor. Seit Jahrzehnten verliert
der Weinbau beständig au Boden. Rebenkrankheiten,
eine Reihe schlechter Ernten, die erdrückende
Konkurrenz der Weine aus den südeuropäischen
Ländern, die gesteigerten Bodenpreise und
Arbeitslöhne entmutigten die Weinbauern. In den
weniger günstigen Lagen ist der Weinbau allmählich
verschwunden oder stark zurückgegangen und
durch den besser lohnenden Wiesenbau ersetzt worden.
Neuerdings pflanzt man sogar in besten Weinlagen
an Stelle der Reben Spalierobst und Erdbeeren.
Seit 1898 ist im Kanton Zürich das Rebland
von 4769 du. im Wert von 39,6 Will. Fr. auf
3236 du. im Wert von 18,9 Mill. Fr. zurückgegangen.
Die Bemühungen, den vollständigen Zusammenbruch
des Weinbaus aufzuhalten, werden
wohl zu dem Ergebnis führen, daß die besten Lagen
Rebland bleiben, während der Weinstock das Feld
räumt, wo Klima und Boden ihin nicht ganz zusagen.
Im Weinverbrauch, auf die Kopfzahl berechnet
(80 I.), übertrifft die Schweiz die meisten
andern Länder. Der Ertrag des Reblandes erleidet
von Jahr zu Jahr die größten Schwankungen;
im Mittel beläuft er sich auf über 1 Mill. bl. Das
entspricht etwa der Hälfte des Bedarfs. 1909 betrug
die Einfuhr l 1 /« Mill. hl. im Wert von
38 Mill. Fr. Die wichtigsten Weinlieferanten sind
Frankreich für bessere, Italien und Spanien für