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1847 ist noch wieder im Änschlufs an Pläne zur weiteren 
Schiffbarmachung der Werra von Kanälen die Rede, die der Werra 
und der Weser mehr Wasser schaffen würden. 1 ) 2 ) 
Mit diesen Erörterungen und Plänen steht auch das Projekt 
des Ludwigskanals, der bis 1845 ausgeführt worden ist, in Ver 
bindung. Zwar die Fuldaroute kommt für den Änschlufs nach dem 
Ludwigskanal nicht sehr in Betracht und die Gemündener Route 
müfste zugleich nach Schweinfurt 3 ) führen, und nicht blofs nach 
Gemünden, wenn sie nicht einen grofsen Umweg bedeuten soll, wenn 
man nach Bamberg will. 
Aber eine grofse Rolle spielt der in der Ausführung begriffene 
oder bereits ausgeführte Ludwigskanal in den späteren Erörterungen. 
Man wollte an ihn und dadurch Bayern anschliefsen, und glaubte 
das gemäfs der damaligen Auffassung auch mit einer Bahn erreichen 
zu können, die man noch als Zwischenglied einschätzte. 4 ) 
*) Friedrich Huhn, Die Weser, Zeitschrift des Vereins für deutsche 
Statistik, I. Jahrg., 1847, S. 682. Vgl. a. J. G. Kohl (Reise zur Wesermündung 
im Herbst 1849.), Skizzen aus Natur- und Völkerleben, Dresden 1851, S. 281. 
a ) Der letzte Gedanke der neueren Schiffbarmachung der Werra wurde 
mit einer Verfügung des preufsischcn Ministers der öffentlichen Arbeiten vom 
Jahre 1886 zunächst abgetan. (Metterhausen, Die Oberweserschiffahrt, 
S. 11.) 
Heute sind wieder Bestrebungen im Gange, die Werra bis W T anfried 
eventuell bis Wernshausen schiffbar zu machen. S. dazu Weser-Zeitung, 
Nr. 21938, 23. Nov. 1907; Br. Nachr., 18. Mai 1907, 26 Juni 1908. 
3 ) 1822, März 22 wird Schweinfurt einmal als Zielpunkt des Verkehrs 
genannt (Br. Staatsarch.). 
4 ) (v. Hormayr), Über den deutschen, insbesondere bayrischen Welt 
handel und die Freiheit der Ströme, I., 1840, S. 13—14, II., 1841, S. 21—22. 
„Unter vielen wollen wir nur ein solches Mittel hervorheben und dieses 
ist die Herstellung einer vernünftigen Verbindung des deutschen Südens und 
Westens mit der deutschen Hansa, wo eine andere, rein deutsche echt nationale 
Handelspolitik befolgt wird. 
Die entstehende Conourrenz würde an den Mündungen der Rheinarme 
schon sehr bald andere Gesinnungen hervorrnfen und so in mehrfacher Hinsicht 
deutsches Interesse und deutsche Nationalität gefördert werden. 
Ist aber diese neue Handelsstrafse zu einer Wahrheit geworden und ins 
Leben getreten, so gewinnt der Ludwigscanal seine rechte und eigentliche 
Bedeutung — nochmals sagen wir es — erst die Verbindung des Mains 
mit dem einzigen ganz deutschen Strom, mit der Weser, bringt das Gebiet der 
oberen Donau mit in den Bereich des Welthandels, verschwistert dasselbe mit 
Deutschlands wahrem National-Seehandel und sichert dem deutschen Süden 
eine durch das Vaterland selbst zu bewachende, seine Interessen verbürgende 
Wasserstrafse nach dem Weltmeer. Der Ludwigscanal wird dann der Donau 
zwei wetteifernde Verbindungen mit dem Norden verschaffen und nicht mehr
	        
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