Object : Die doppelte kaufmännische Buchhaltung

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Das  Kapital.

brauch,  von  der  Verteilung,  der  Auszahlung  usw.  ausgeschlossen ­
  und  dieser  Teil  in  der  Unternehmung  werbend  angelegt. ­
  Diese  Art  der  Kapitalbildung  aus  eigener  Kraft  ist
wirtschaftlich  vorteilhaft  wegen  der  Vermehrung  der  eigenen
Mittel,  d.  h.  Ausdehnung  des  Betriebes,  Steigerung  und  Sicherung ­
  des  Erfolges  ohne  Belastung  des  Ertrages  durch  Zinsen
oder  Gewinnbeteiligung,  und  sie  ist  wirtschaftlich  notwendig,
weil  stets  Teile  des  Kapitals  im  Gewerbebetriebe  verbraucht,
zerstört  werden,  auf  deren  Wiederersatz  der  Unternehmer
bedacht  sein  muß  (reproduzierbare  Kosten).
Die  Vermögensbilanz  bringt  die  Fälle  der  Kapitalbildung
runter  a)  stets,  jene  unter  b)  nicht  immer  zum  Ausdruck.
a)  Einzelunternehmungen,  häufig  auch  Personalgcsellschaften
rechnen  in  der  Regel  den  unverbrauchten  Gewinnrest  dem
anfänglichen  Kapital  zu  (Akkumulierung  des  Stamm-  und
Zusatzkapitals).  Doch  könnte  man  buchhalterisch  auch  hier
das  Stammkapital  bzw.  die  Kapitaleinlage  von  den  Gewinnkapitalien, ­
  den  Gewinnreserven  trennen,  d.  h.  die  Kapitaleinlage ­
  in  unveränderter  Höhe  in  der  Bilanz  zum  Ausdruck
bringen  (vgl.  II.  Band).
Die  angegebene  Darstellung  des  Kapitals  in  der  Inventarbilanz ­
  erschwert  naturgemäß  eine  Untersuchung  der  Kapitalbildung ­
  dieser  Art,  doch  läßt  sie  sich  im  Wege  der  Vergleichung
der  Bilanzen  mehrerer  aufeinanderfolgender  Jahre  durch
Rechnung  ermitteln.
p)  Für  Kapitalgesellschaften  (Aktiengesellschaften,  Kommanditaktiengesellschaften,
  G.  m.  b.  H.)  und  Genossenschaften  ist
die  Trennung  des  Zusatzkapitals  vom  Stamm-  oder  Grundkapital ­
  gesetzlich  vorgeschrieben  (vgl.  II.  Band).
Die  Vermehrung  des  Vermögens  bedeutet  entweder  eine  Vermehrung ­
  der  Schulden  oder  eine  Vermehrung  des  eigenen  Kapitals, ­
  und  zwar  kann  die  Kapitalvermehrung  eine  Folge  oder  die
Ursache  der  Vermögensvermehrung  sein  (Gewinn,  Wertsteigerungen, ­
  Kapitalerhöhungen).  Die  Kapitalbildung  kann  beabsichtigt ­
  [geschäftlicher  Gewinn]  oder  eine  zufällige  sein  [Wertsteigerung ­
  von  Vermögensteilen].  Die  Zunahme  des  Vermögens
mit  Zuhilfenahme  fremder  Mittel  belastet  den  Ertrag  der  Unternehmung ­
  und  verzögert  die  Kapitalbildung.
            
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