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seiner verbindlichen Kraft zurück. Ich frage jetzt zunächst dar-
nach, auf welche Art ein solcher Gemeinwille entstehen kann.
Wie vollzieht sich seine Bildung, welches ist oder welches sind
lie tauglichen Mittel seines Werdens ?
Dieses Mittel findet eine seit alter Zeit vorwiegende Ansicht
in dem „Vertrage,“ den Staaten unter einander abschliessen. In
einem Vertrage schlechthin, einem Vertrage, der zwar durch die
Natur seiner Subjekte und die Besonderheit seiner Bestimmungen,
nicht aber in seinem Wesen von dem Vertrage des Individual-
rechts verschieden sei.!) Freilich gehen die Vertreter dieser
Meinung in einzelnen Punkten weit auseinander. Die einen be-
trachten den Vertrag nur als Entstehungsmittel des positiven
Völkerrechts, dem sie ein vom menschlichen Willen unabhängiges
1) Ich führe bier nur solche Schriftsteller an, die den Vertrag als solchen,
>hne aus den möglichen Staatsverträgen gewisse Gruppen auszuscheiden,
„Völkerrechtsquelle‘“ sein lassen. Anderseits wäre Vollständigkeit der Citate
unmöglich. Ich nenne ausser den bereits soeben S. 32 Note 2 angeführten
(von denen indess Heffter nicht hierher gehört) Rachel, De jure naturae
et gentium. Diss. Kiel 1676. p. 233 seq., 242, 251 u. ö.; J. J. Moser, Grund-
3ätze des jetzt üblichen europ. Völkerrechts in Friedenszeiten. Frankfurt
‚763. 8 7, 27ff.; Versuch des neuesten europ. Völkerrechts I. Frankfurt
1777, S. 26 ff. u. ö.; Neyron, Principes du droit des gens europeen. Braun-
schweig 1783. p. 183 u. ö.; Günther, Europ. Völkerrecht in Friedenszeiten.
[. Altenburg 1787. S. 16£f., 28 .; G. F. v. Martens, Precis $ 6, 46, 65
u. 6.; Saalfeld, Grundriss eines Systems des europ. Völkerrechts, Göttingen
1809. S. 1; Handbuch des positiven Völkerrechts. Tübingen 1833. S, 3ff;
Schmelzing, Systemat. Grundriss d. prakt. europ. Völkerrechts. I. Rudol-
3tadt 1818. S. 14; Klüber, Völkerrecht $ 3; Schilling, Lehrbuch des
Naturrechts. Il. Leipzig 1863. S. 259; Trendelenburg, Naturrecht auf d.
Grunde der Ethik. 2. Aufl. Leipzig 1868. S. 582 ff.; v. Mohl, Encyklopädie
der Staatswissenschaften, 2. Aufl, Tübingen 1872. S. 469ff.; Merkel, Ju-
ristische Encyklopädie. S. 71, 364.; Brie, Theorie d. Staatenverbindungen.
Breslau 1886. S. 39; Zur Lehre von den Staatenverbindungen. Zeitschr. f, d.
Privat- u. öffentl. Recht. XI. S. 113£.; Preuss, Das Völkerrecht im Dienste
a. Wirthschaftslebens. Berlin 1891. S. 32f.; Regelsbergera. a. O0. S. 88,
Stoerk in v. Stengel’s Wörterbuch des deutschen Verwaltungsrechts, II,
Freiburg 1590. S. 517; Twiss I. p. 150; Manning, Commentaries on the
Law of Nations. 2. ed. by Amos. London 1875. p. 3, 5, 66 foll., 78 foll. ;
Maine, International Law. London 1888. p. 32 and foll; Wheaton, Elements
p. 22 foll.z Halleck, International Law. I. p. 50: Carnazza-Amari 1.
p. 54e seg.; 118e seg.; Fiore, Diritto internazionale I. p. 147€ seg.; Pieran-
toni, Trattato di diritto internazionale. I. Rom 1881. p. 41e seg.; Calvo , Droit
internat. I. p. 143 et suiv., 159 et auiv. Der Katalog liesse sich leicht vergrössern.
Trienal. Välkerrecht und Landesrecht,