benhundert parasitische Weiber und dreihundert parasi
tische Kebsweiber am Horizont des nationalen Lebens auf
tauchten. Die traten nun an Stelle der Herden hütenden
Rahel und der Ähren lesenden Ruth; aber keine von ihnen
hat in ihren Palästen aus Gold und Zedernholz einem Joseph
oder David das Leben gegeben, wohl aber einem Reho-
beam, unter dessen Händen das Königtum seinem Fall
entgegenging.
Im Osten spielt sich heute derselbe leidige Vorgang ab.
In China, wo die gegenwärtige Lebenskraft und -macht
der ältesten bestehenden Zivilisation genau an der Länge
der Frauenschuhe gemessen werden kann; im türkischen
Harem, wo eine der vornehmsten, hervorragendsten ari
schen Rassen, die die Welt hervorgebracht hat, langsam in
den Armen einer parasitischen Weiblichkeit erstickt und
tatsächlich schon längst hinweggetilgt wäre, wenn nicht
immer von neuem einige Mannhaftigkeit und Kraft durch
gekaufte Frauen zugeführt würde, die ihre Kindheit und
frühe Jugend in tätigem Leben auf dem Lande zugebracht
haben. Überall, in Vergangenheit wie Gegenwart, ist der
weibliche Parasitismus der Vorbote des Verfalls einer Na
tion oder Klasse und zeigt so unabänderlich einen unge
sunden Zustand an, wie Pocken auf der Haut die Existenz
eines eitrigen Giftstoffes im Körper.
Wir sind selbstverständlich weit davon entfernt, zu be
haupten, daß die untergegangenen Zivilisationen der Ver
gangenheit ihren Verfall einzig dem Parasitismus ihrer
Frauen schulden. Große, weittragende soziale Phäno-
Ihre Söhne kommen auf und preisen sie selig;
Ihr Mann lobt sie:
Viele Töchter bringen Reichtum,
Du aber übertriffst sie alle,
Lieblich und schön sein ist nichts,
Ein Weib, das den Herrn fürchtet, soll man loben.
Sie wird gerühmt werden von den Früchten ihrer Hände,
Und ihre Werke werden sie loben in den Toren. 1 *
(Kap. 31. Luthers Übersetzung.)
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