fullscreen: Entwickelungstendenzen im Aussenhandel Chinas und Japans

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Sektion VII: Die weltwirtschaftlichen Beziehungen Deutschlands. 
Also: Der Zusammenhang aller dieser Dinge ist vorhanden. Aber 
wir müssen uns davor hüten, sie zusammenzuwerfen. Der deutsche 
Handel mit Ostasien ist nicht identisch mit der Lage des dortigen deut 
schen Kaufmannes (der relativ viel grösseren Anteil am Handel jener 
Länder hat) und nicht identisch mit dem Anteil der deutschen Flagge 
am Warentransport. Wir wollen uns hier beschäftigen mit China und 
Japan als Märkten. Wir wollen uns mit den Grössenverhältnisseu 
der Aus- und Einfuhr beschäftigen, nicht nur, weil sie an sich von Be 
deutung sind, sondern weil, wie ich glaube, vielfach in der öffentlichen Dis 
kussion das rechte Augenmass für diese Dinge verloren geht. Wir wol 
len vor allem auch die Entwickelung dieses Aussenhandels im 
ganzen und in seinen Teilen betrachten, weil der Warenverkehr eines 
Landes in gewisser Weise ein Spiegelbild seiner wirtschaftlichen Zu 
stände darstellt und wir dadurch befähigt werden, die wirtschaftlichen 
Entwickelungstendenzen jener Länder wirklich zu beurteilen. Das aber 
ist dringend wünschenswert gegenüber den verbreiteten schiefen Ur 
teilen, ungerechtfertigten Verallgemeinerungen, den vagen Vorstellun 
gen von dem ungeheuren Reichtum Chinas oder von der Gefährdung 
unserer Industrie durch die wirtschaftliche Entwickelung Japans. Zum 
Beweis dafür, wie gering die Kenntnis der einfachsten Tatsachen ist, 
möge die eine Tatsache dienen, dass im englischen Unterhause am 
3. August d. J. der Unterstaatssekretär des Auswärtigen, Percy, ohne 
Widerspruch zu finden, erklären konnte: „der britische Handel in 
China ist zurückgegangen, aber der Handel jedes andern europäischen 
Landes ebenso. Japan ist das einzige Land, dessen Handel mit China 
zunimmt.“ Jede einzelne Behauptung in diesem Satze ist falsch.*) 
I. 
Wollen wir die zahlenmässige Entwickelung des Warenhandels mit 
China und Japan richtig würdigen, so kommen wir zunächst nicht herum 
um einige trockene Feststellungen des Wertes der Zahlen. 
a) Zunächst ist der Einfluss der Währung zu beachten. Die 
chinesischen Zahlen sind durchweg Silberwerte. Bekanntlich ist aber 
*) Durchschnittlicher jährlicher Wert der Einfuhr in China 
1896-1899 
direkt aus Grossbritannien 38,4 Mill. Tis. 
vom europ. Kontinent ohne Russland ' 9,4 „ „ 
aus den Vereinigten Staaten 17,3 „ „ 
aus Japan 28,6 „ „ 
indirekt über Hongkong 101,8 „ „ 
1902-1904 
55,2 Mill. 
Tis. 
21,5 „ 
„ 
28,4 „ 
v 
45,3 „ 
n 
137,0 „ 
n
	        
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