konsumtion der Genossen oder für Weiterverkauf bzw.
Weiterverarbeitung durch die Genossen.
Bevor auf die Ideologie, die dieser Figenproduktion
zugrunde liegt, näher eingegangen wird, sollen zuerst
einige Angaben über die tatsächliche Ausdehnung dieser
Eigenproduktion gemacht werden. Vor allem ist es die
Eigenproduktion der- Konsumvereine, die
sehr viel von sich reden macht. Die GEG., die nicht nur
den Großeinkauf des Zentralverbandes deutscher
Konsumvereine besorgt, sondern auch: die
Zentrale konsumgenossenschaftlicher
Eigenproduktion ist, stellt in eigenen Fabriken
Tabak-, Teig-, Zucker- und Schokolade-, Fisch- und Fleischwaren
her, schließlich noch Malzkaffee, Gemüse- und Obstkonserven,
Seife, Zündhölzer, Chemikalien UuSsW., und wovon
noch weiter unten gesprochen werden wird, in Textilfabriken
— Weberei und Konfektion — Textilien, Der Wert
dieser Eigenproduktion beträgt nach den neuesten Statistiken
rund 65 Millionen, wozu t0ch die Eigenproduktion großer
örtlicher Konsumvereine kommt, wie zum Beispiel der
„Produktion“, Hamburg, mit einem Werte von über
30 Millionen, Dabei beschränkt sich die Eigenerzeugung der
Örtlichen Konsumgenossenschaften nicht mehr nur auf
Brot, sondern wir finden Möhelfabriken, chemischtechnische
Fabriken, Großschlächtereien, die Frischfleischversorgung
durch die Konsumgenossenschaften stellt ein
ganz neues Kapitel dar, Mühlen, Limonadefabriken usw.
Eine ähnliche Rolle wie. die GEG spielt die Gepag für
den Reichsverband deutscher Konsumvereine,
deren Eigenproduktion zusammen mit den ihr angeschlossenen
Konsumgenossenschaften den Betrag von 20
Millionen erreichen. wird. so daR
der Gesamtwert der in konsumgenossenschaitlicher
Eigenproduktion hergestellten Güter rund 200 Millionen
Reichsmark
betragen wird.
Bei den Genossenschaften der selbständigen Gewerbetreibenden
einschließlich der landwirtschaftlichen spielt diese
Form der: Eigenproduktion noch keine besondere Rolle.
Der Edeka-Verband stellt zwar eine Reihe von Artikeln
in eigenen Packungen her, neben der Zentrale halten sich
die örtlichen Genossenschaften vielfach Limonadefabriken,
Kaffeeröstereien usw., und trotzdem kann man nicht von
einer prinzipiellen Aufnahme der Figenproduktion
sprechen.
Ein kurzes Wort nun zur. theoretischen Begründung
dieser Eigenproduktion, wie sie gerade von den Konsumvereinen
aufgegriffen wird. Am weitesten geht der
Pariser Nationalökonom und Genossenschafter
Gide, dessen Hauptziele wir seinem Aufsatz
„Das Genossenschaftsprogramm“. entnehmen.
Danach muß
Ziel aller Genossenschaften die soziale Evolution
RR