Object : Die Lokal- und Mittelbanken der Schweiz

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Ablagerungsplatz  disponibler  Gelder  betrachten,  abzuhelfen;  besonders
da  es  der  Direktion  Mühe  machte,  die  Gelder  ganz  sicher  anzulegen.“
So  entstanden  von  1783  (Dienstbotenkasse  Bern)  an  in  kurzem  Zeitraum ­
  in  der  ganzen  Schweiz  herum  eine  Reihe  von  Sparkassen,  so  dass
nach  Näf  bis  1820  im  ganzen  21  Sparkassen  gegründet  worden  waren.
Mit  der  Zeit  dehnte  eine  Reihe  von  Sparkassen  ihren  Geschäftskreis
aus.  Der  rein  wohltätige  Zweck  trat  zurück,  und  die  Kassen  erweiterten
sich  zu  Erwerbsanstalten.  Sie  wurden  allen  Kreisen  der  Bevölkerung  zugänglich, ­
  und  der  Anlagezweck  begann  als  Hauptsache  hervorzutreten.
Die  Kassen  machten  gute  Geschäfte  und  häuften  bedeutende  Fonds  an.
Man  wurde  auf  sie  aufmerksam,  Kantone  kauften  sie  auf,  um  sie  eventuell
zur  Kantonalbank  auszubauen,  auch  Leihkassen  und  Hypothekarinstitute
erstrebten  und  erreichten  Verschmelzung  mit  bestehenden  Sparkassen.
2.  Die  Gründung  von  Banken  und  Leilikassen  als  Erwerbsinstitute
in  der  zweiten  Hälfte  des  19.  Jahrhunderts.
Nach  und  nach  setzte,  zuerst  langsam,  dann  in  immer  schnellerem
Tempo,  die  industrielle  Revolution  ein.  Das  bedingte  eine  vermehrte,  bisher ­
  nicht  gekannte  Nachfrage  nach  Kapitalien,  und  die  bestehende  Organisation ­
  des  Kreditwesens  erwies  sich  als  zu  wenig  leistungsfähig.  Die  früher
im  Dienste  von  Handel  und  Industrie  stehenden  Privatbankiers  und  gemischten ­
  Firmen  waren  ausser  stände,  den  neuen  Bedürfnissen  in  vollem
Umfange  gerecht  zu  werden.  An  Stelle  des  Importeurs,  der  vordem  kreditiert
hatte,  trat  nun  die  eigentliche  Bank,  und  im  Laufe  der  Zeit  übernahm  sie
die  Geldgeschäfte  völlig.  Periodische  Geldklemmen  führten  in  erster  Linie
einmal  zur  Schaffung  von  Notenbanken,  die  man  als  wichtiges  Mittel
zur  Belebung  von  Handel  und  Industrie  ansah.  Es  entstanden:
1836  Bank  in  Zürich;
1837  Bank  in  St.  Gallen;
1842  Bank  in  Basel;
Banque  du  Commerce,  Geneve;
1848  Banque  de  Geneve,  usw.
Für  die  Bedürfnisse  von  Gewerbe  und  Landwirtschaft  bildeten  sich
Spar-  und  Leihkassen,  Leihkassen  und  Hypothekenbanken,
die  entweder  auf  genossenschaftlicher  oder  aktienrechtlicher  Basis  neu  geschaffen ­
  oder  durch  Erweiterung  bestehender  Sparkassen  organisiert
wurden.  So  entstanden  an  Spar-  und  Leihkassen  und  ähnlichen  Instituten:
            
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