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ungefähr die Hälfte der gejamten Manganerzproduktion der Welt
aufweilt; im Kriege Hat die Entwidlung des Manganerzbaus noch
bedeutend zugenommen; gegenwärtig liegen in Ijohiatura und Poti
gegen 2 Millionen Tonnen Manganerz ausfuhrbereit. Im Iahre 1913
wurden 65 Millionen Tonnen ausgeführt, von denen 25,5 Millionen
alio über 40 % nad) Deutfjdhland gingen.
Bon den fonjtigen Mineralihägen hat fidH die Ausbeutung hHaupt-
Jächlih auf einige Kupferlager bejdränit, von denen im Iahre 1916
512000 Bud reines Metall gewonnen wurde. Eijenerze, die in reicher
Menge und hohem Gehalt vorhanden find, werden wegen Mangel
zutiprehender Kohle gar nicht ausgebeutet. Aukerdem finden ji Lager
von Steinkohle im Kubangebiet, hei Ijchiatura und Suchum, ferner
Blei Zinn, Schwefel, Alaun, Glauberjalz; neuerdings find von einer
georgijden Studienkommifjion in Swanetien aud Goldlager entdedi
worden. Berühmt find die Mineralquellen in Nordfaukfajien bei Pjati-
gorjt und in Transfaukajien bei Tiflis, Bodom und AWbas-Tuman.
2, Jndufjtrie und Gewerbe. Die Kaufkalier find im allge
meinen fünftlerijd hodbegabt, was fowohl im originellen Stil ihres
Haus: und Städtebaues, als aud) in der Hausinduftrie — in der
Metalltechnik (Waffen, Silberwaren), in der Weberei, vor allem in
der Teppidweberei und im fonjtigen Kunftgewerbe — z3utage tritt.
Ganz veraltet find meijt die Iandwirt]Haftlidhen Nebenbetriebe
wie Mühlen und Brennereien. Die eigentlide Indujtrie des Kau-
fajus jteht zum großen Teil nod) im Anfangsitadium ihrer Entwid:
[ung*), eine große Zukunft hat vor allem die eleftrilde Indultrie,
da die Waljerkräfte des Landes nom) eine ungeheure Energiequelle
darftellen. Jın Jahre 1912 erhielt eine britijde Firma eine Kon:
zeifion zur Erridtung von Kraftjtationen, mittels derer die Städte
3Zis- und Iranskaukafiens mit Lidht und Kraft verforgt werben follten,
es war geplant 3u diejfem Zwed eine Kraftjtation am Terek (deim
Kasbef) und eine zweite am Gökt[ha See zu errichten; die vorbereitenden
Arbeiten begannen 1914, an die AYusführung des Projekts, delfen
finanzielle Seite nod) nicht geregelt war, ijt erjt in Zukunft zu denken.
Au in der Jonjtigen Yndujtrie liegen nod) viele Betätigungsmöglich-
feiten, Jo in der Rohfeidegewinnung, die in verhältnismäkig primi-
tiver Art betrieben wird, in der Baumwollreinigung, der ÖMHlägerei
ujw.; die Zahl derartiger Betriebe ijt in Anbetracht der NRohitoff-
menge viel zu gering. Eine Zukunft hätte 3. B. nodh die Holzindujtrie
(Waldreidhtum): fo ijt feit 1914, wo die Einfuhr aus Deutjdhland
aufhörte, eine ganze Anzahl von Betrieben zur Heritellung von Butter:
*) Nach den ftatiltiidHen Angaben von 1908 gab es im ganzen Kaufafus
23688 Fabriken und Werkjtätten mit einem Produktionswert von 73469842
Yubel und einer Arbeiterzahl von 96402 Berlonen.