Object: Die hygienischen Verhältnisse der Insel Formosa

i 
— 16 — 
Die Westküste der Hauptiusel besteht meist aus Untiefen mit 
abgelagertem Schlamm und Sand, während im Osten eine Steil 
küste vorherrscht, die mitunter von Sandbänken umsäumt wird. 
An Einschnitten ist die Küste sehr arm. Zu nennen sind da 
eigentlich nur Kilung im Norden und Takao im Süden, daneben 
höchstens noch Tamsui, Amping, Tokatsukutsu, Rokkö, Taihanroku, 
Pinan, Karenkö, Suö usw. Doch können nur die beiden erstgenannten 
Häfen größere Schiffe aufnehmen. 
Der Boden der Insel ist fruchtbar; man erzielt j ähnlich eine zwei 
malige Reisernte. Der Südwesten, wo sich die Hauptebene erstreckt, 
weist sehr ertragreiche Zuckerrohrkulturen auf. Auch der verhältnis 
mäßig am stärksten gebirgige Norden und Osten ist ziemlich reich an 
anbaufähigem Flachlande. Dieses zieht sich hier zwischen Bergen hin, 
in denen sich Gold, Kohle, Petroleum, Marmor, Schiefer u. a. finden. 
Überall in den Gebirgen erheben sich die für Formosa charakte 
ristischen Kampferwälder; ebenso finden sich sehr zahlreiche Betel 
nuß- und Bambuswälder. 
Die Höko-Inseln sind überall steinigt und erzeugen kein Reis 
korn. Dafür hat aber die Inselgruppe in Makiu einen von der Natur 
sehr begünstigten Hafenplatz mit vorzüglicher Reede, deren Wasser 
tiefe bedeutend genug ist, um auch die größeren Schiffe beherbergen 
zu können. Daher suchen und finden alle Schiffe, welche in der Nähe 
einem Taifun begegnen, hier stets sichere Zuflucht.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.