Full text : Werke und Schriften bis Anfang 1844 (1,2.1930)

Gedichte

9

Da fühlt’ ich mich plötzlich am Mantel gepackt:
„Denkt euch, der Streich war ganz vertrackt,
Ein Fräulein ist in Ohnmacht fallen,
Stürzt toll ’nem Affen an Brust und Krallen,
Sie schlug ihr Aug’, sie sprach so bang,
Q! tiefer Ahndungsseelendrang,
0! Harmonie, o Geisterpein,
Der Affe spielt’ mir ins Herz hinein,
Ich fühle mich magnetisch fortgetrieben,
Der Affe spielt’ mich selbst, ich mußt’ ihn lieben.
O! sprich, wie kömmst du mich doch für,
Der Hauch versagt. das Auge schwindelt mir.“

Armida von Ritter Gluck

Wollt’ auch einmal recht genießen,
Ließ mich keinen Heller verdrießen,
Warf mich in den Frack beim Lampenschein,
Ging gradeswegs in die erste Loge hinein.
O0! Gott! wie übel ward das vergolten,
Hab’ nie mich selber mehr ausgescholten.
’Nem Fräulein sollt’ ich den Text hinhalten,
Ich murmelt’: „die Hand tät mir erkalten!“
Sie fragt’: „warum ich nicht Handschuh trüg’?“
Ich sagt’: „weil es mir in die Nerven schlüg”!“
Dann tät sich mir Brust und Nacken entfalten,
Sie bat mich, den Shawl recht fest zu halten,
Ich sagt’ ihr: „Feuer sei nicht bereit,
Und rohes Fleisch erreg’ mir Übelkeit!“
Sie rief: „Ist das Ballet nicht schön gewesen?“
„Gott, sprach ich, was gibts im Intelligenzblatt zu lesen?"

Dann sank ich in die Töne stumm,
Sie lächelte höhnisch: ..Der Kerl ist dumm!“

A

iA

Nachtliebe

Pamanze

Zieht sie krampfhaft ans Herz,
Schaut so dunkel ins Auge:
„Viel Lieb’ brennt dich Schmerz,
Bebst. bebst meinem Hauche?
            
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