Full text: Werke und Schriften bis Anfang 1844 (1,2.1930)

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Dichtungen aus dem Jahre 1837 
54, 
Angereiht wirst du erblicken, 
Dort gelehnt der Brüder Schar, 
Die ich zeugt’ im Hochentzücken, 
Wenn der Tag geschieden war. 
55 
Alle tragen stolz und offen 
Ihren Namen, siegbewußt, 
An der Stirne, gleich wie Hoffen 
Prangt er und wie Dichtungslust. 
Drei nur zögern fern gesellet, 
Rings vom Dunkel eingehüllt, 
{ars amandi) Liebeskunst sie üppig schwellet, 
Und den Busen Scherz erfüllt. 
56 
57 
Flieh’ sie oder ruf’ vermessen 
Fluch und Unheils schwang’ren Rat, 
Oedips frevelndes Vergessen, 
Telegons verruchte Tat! 
58 
Sänge, neulich kaum gerissen 
Aus der Flamme jähem Tod, 
Lassen dich Verwandlung wissen, 
Und der Welten Geistgebot. 
(Metamorphose) 
59 
Zu verwandelt fremden Wesen, 
Melde, wie mein Wort gebeut, 
Sei mein Schicksal auserlesen, 
Und es hab’ die Form erneut. 
60 
Denn wie anders saugt’ ich Gluten 
Von des Glückes Purpurmund, 
Wo die Tränen jetzt umfluten, 
Schlossen Götter ihren Bund! 
61 
Wenn mich deine Blicke fragen, 
Vieles möcht’ ich noch bestelln, 
Doch die schlanken Horen schlagen 
Weiter ihre raschen Welln.
	        
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