Object: Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

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Untersuchung von Boden. 
Glasröhre eingeschmolzen und in einem Wasserhade allmählich unter häufigem 
Umschütteln bis auf 70° erhitzt. Die Eöhre wird durch Anfeilen und Absprengen 
der Spitze geöffnet, ihr Inhalt in ein Becherglas gespült, mit Wasser verdünnt und 
so lange erhitzt, bis kein Bromgeruch mehr wahrnehmbar ist. Darauf filtriert man 
den Boden ab und fällt die Schwefelsäure im Filtrat in gewöhnlicher Weise mit 
Chlorbaryum, nachdem man vorher salzsauer gemacht hat. Berechnung des Schwefels 
wie unter a. 
c) 20 g des mit Wasser ausgezogenen und getrockneten Feinbodens werden 
nach M. Fleischer 1 ) in einem aus böhmischem Glase bestehenden Bohre im Luft 
strome geglüht, wobei etwa vorhandene Schwefelverbindungen zersetzt und der 
Schwefel in Schwefelsäure und schweflige Säure übergeführt wird. 
Man schiebt zuerst in das Bohr A (Fig. 7) einen Glaswollepfropfen hinein, schüttet 
dann die Substanz lose darauf und fügt einen zweiten Glaswollepfropfen hinzu. 
Das hintere Ende der Bohre A verbindet man mit einer Wasser enthaltenden Gas- 
waschllasche C, um den durchzusaugenden Luftstrom kontrollieren zu können. 
Das vordere Ende verbindet man mit einer Pelligotschen U-röhre B, welche 
Fig. 7. Apparat zur Schwefelbestinimung nach M. Fleischer. 
schwefelsäurefreie Kalilauge enthält; auf das andere Ende der Pelligotsehen Eöhre 
setzt man ein sogenanntes Chlorcalciumrohr auf, welches jedoch anstatt Chlorcalcium 
mit Kalilauge befeuchtete Glasperlen enthält, verbindet letzteres mit einem Aspirator 
und zwar zweckmäßig mittels einer rechtwinklig gebogenen Glasröhre, welche am 
horizontalen Arme zu einer Kugel ausgeblasen ist, in welche man etwas neutra 
lisierte Lackmuslösung bringt, welche während der Behandlung ihre Farbe nicht 
ändern darf. Das Kohr wird so beschickt in einen Verbrennungsofen eingelegt 
und, während ein beständiger Luftstrom hindurchstreicht, von hinten nach vorne 
fortschreitend bis zur Rotglut erhitzt. Durch vorsichtiges Erhitzen treibt man 
auch die sich am vorderen Ende verdichtenden Destillationserzeugnisse in die Vorlage. 
Die Kalilauge wird dann mit Salzsäure übersättigt, mit Brom versetzt, um die 
Schweflige Säure in Schwefelsäure überzuführen, und das Brom durch Kochen ent 
fernt. Darauf fällt man die Schwefelsäure mit Chlorbaryum, filtriert, trocknet und 
glüht. Da jedoch leicht etwas konzentrierte Salzlösung mitgerissen wird, so wäscht 
man vor dem Wägen das schwefelsaure Baryum nochmals durch Erwärmen auf 
') Walinschaffe, Anleitung zur Bodenuntersuchung, 1903, 147.
	        
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