Full text: Die Rohstoffversorgung der deutschen eisenerzeugenden Industrie

Statistischer Anhang. 
Gutachten 2 der Herren Dr. Buchmann, Geh. Rat Prof. Ma - 
thesius, Dr. Petersen und Dr. Reichert greift die Methoden 
der Berechnung der deutschen Eiseninvestition, die in dem Gutachten 
des Unterzeichneten angewandt waren, wie folgt an: 
Die Schweißeisenerzeugung sei nicht berücksichtigt, infolgedessen erscheine 
die Eiseninvestition in den zurückliegenden Jahren zu hoch. 
Eine Berechnung der Eiseninvestition auf Grund der Gießereiroheisen- und 
Flußstahlerzeugung sei wegen Nichtberücksichtigung der Abfallmengen nicht 
möglich. Die Berechnung der Eiseninvestition müsse von den Fertigerzeug- 
nissen ausgehen. 
Die tatsächliche Höhe der Investition ließe sich überhaupt nicht statistisch 
genau erfassen. 
‚In dem Gutachten des Unterzeichneten handelt es sich ledig- 
lich darum, einen groben Überschlag der Aussichten des Schrottentfalls 
zu geben, d. h. lediglich auf die dem Schrottentfall auf Grund der 
früheren Investitionen innewohnende steigende Tendenz hinzuweisen. 
Selbstverständlich ist eine wesentlich genauere Schätzung. der In- 
vestitionen möglich. Aus der Tabelle „Berechnung der Eiseninvestition“ 
sind die Einzelheiten zu entnehmen, auf welchem Wege dies nunmehr 
versucht ist, und zwar sowohl unter Berücksichtigung der Schweißeisen- 
erzeugung wie der Abstellung auf Fertigprodukte. 
Abweichend von der Tabelle zu Gutachten 2, „Berichtigung der 
Langeschen Schätzung der deutschen Eiseninvestition“, wurde bei 
der Errechnung der Gesamtproduktion auch die Erzeugung der Schweiß- 
eisen-Fertigerzeugnisse berücksichtigt, die in Gutachten 2 offenbar ver- 
sehentlich ausgelassen worden war, ferner die Gußwaren erster Schmel- 
zung, die nicht in den Gußwaren zweiter Schmelzung enthalten sind. 
Die Produktion von Stahlguß ist nicht berücksichtigt worden, obwohl 
sie eigentlich hineingehört, weil hierfür keine Zahlen für den ganzen 
Zeitraum vorlagen. Dadurch erscheint die Investition etwas zu klein; 
jedoch dürfte der Fehler keine wesentliche Änderung der Steigerung der 
Investition herbeiführen. Ferner wird bei der Berechnung der In- 
vestitionen der Ausfuhrüberschuß getrennt in Ausfuhrüberschuß von 
Großeisenerzeugnissen ohne Roheisen und Halbzeug (beide sind in der 
Produktion ebenfalls nicht enthalten) und in Ausfuhrüberschuß von 
Eisen-Fertigprodukten. Der Ausfuhrüberschuß von Großeisenerzeug- 
nissen ohne Roheisen und Halbzeug, der im wesentlichen aus Pro- 
dukten gleicher Art wie Gießereierzeugnisse und Walzwerkserzeugnisse 
besteht, ist von der Gesamtproduktion der Gießereien und Walzwerke 
abgesetzt. Dazu werden 10% des Inlandsverbrauchs an Halbzeug ge- 
zählt, da schätzungsweise dieser Teil des inländischen Halbzeug- 
verbrauchs direkt in Form von Wellen, Schmiedestücken usw. in den 
Verbrauch übergeht und investiert wird. Der so erhaltene Gesamt- 
inlandsverbrauch wird in Form von Fertigprodukten sowohl im In- wie 
im Auslande investiert. Daher muß außer dem 10prozentigen Abfall 
von dem oben berechneten Inlandsverbrauch der Fertigwarenausfuhr- 
überschuß abgerechnet werden, um die Inlandsinvestition zu erhalten. 
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