Full text : John Pierpont Morgan, der Weltbankier

seiner Beziehungen kämpfen mußte, um diese Herrschaft
 aufrechtzuerhalten. Denn wenn er nicht einen
Dampfhammer im Wert von einer Million Dollar auf
den Abfallhaufen werfen wollte, sobald er einen
besseren Hammer bekommen konnte, wenn er nicht
jedem sich zeigenden Konkurrenten an die Kehle
springen und jede Eisenbahngesellschaft, die Gewinne
aus seinen Unternehmungen zu ziehen versuchte, mit
äußerster Energie bekämpfen wollte, dann hätte er
sehr rasch einem neuen Carnegie mit einem anderen
Namen Platz machen müssen. Da er einer der gerissensten
 und kühnsten Männer seiner Zeit war, lag
ihm an einem derartig unrühmlichen Abgang nicht das
geringste, und als daher zum Beispiel die Pennsylvania
Railroad ihm nicht größere Frachtermäßigungen für
den Transport seiner Stahlwaren von Pittsburgh zum
Meere gewähren wollte, drohte er, er werde sich selbst
eine Eisenbahn bauen. Die Vermessungen wurden
auch durchgeführt. Und gerade als Morgan und seine
Freunde sich nach unzähligen kostspieligen Sanierungen,
 Bankrotten und Tarifkriegen sagen konnten,
daß die Zeit des Baues von Konkurrenzlinien ein für
allemal vorbei sei, kam Carnegie mit seinem Plan. Er
war unabhängig, brauchte Kapital für seine Pläne
nicht erst in Wall Street suchen und infolgedessen
konnte niemand ihn hindern, zu tun. was er Lust
hatte.

Um dieselbe Zeit scheint Carnegie den Plan gefaßt
 zu haben, einmal auf dem Gebiet des Stahls gehörig
 aufzuräumen, denn er fing an, so viele merkwürdige
 und beunruhigende Unternehmungen ins Werk
zu setzen, daß die gesamte Finanzwelt in Aufregung
geriet. Innerhalb weniger Tage kündigte er an, daß
seine Eisenbahn zur Küste bald begonnen werden
würde, daß er in Conneaut., Ohio, ein neues Stahlwerk

*-*a

"<
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.