Full text: Die Lagerstätten von Wolfram, Zinn und Molybdän in Russland

30 Rußlands Wolframlagerstätten 
Topasen und schließt einen KEisenoxydstreifen ein, in dem die 
Topas am reinsten ausgebildet sind. An sie schmiegt sich beider- 
seits das durch Eisenoxyd schwarzgefärbte, z. T. große Kristalle 
einschließende Topasgestein (die Erzzone) an, mit radialstrahligen 
Nestern von Hämatit am Außenrand. Nun folgt ohne scharfen 
Übergang das Quarz-Topas-Salband. 
Auf diesen Gängen betrieb man bisher einen Abbau von Edel- 
steinen, vorherrschend auf ihren nesterförmigen Anschwellungen 
von Aquamarin und Rauchquarz, wie z. B. an der Millionen- 
grube, wo eine Rauchquarz- und zwei Aquamarinlinsen ange- 
fahren wurden. 
Einzelne Edelsteingänge waren erzführend, namentlich in 
der „Erzzone“, aber auch im Quarztopasgestein. Das Erz, der 
Wolframit, bildete dort Drusen und Nester, fand sich aber auch 
in vereinzelten Kristallen. Belangreiche Resultate erzielten einige 
kleinere Gruben am Südwesthang des Zolotoj-otrog (Goldner 
Ausläufer) unweit der Millionengrube, die Erz aus der Verwitte- 
rungsrinde des Bergabhanges förderten. Nach Ausbeutung dieses 
Gehängeschuttes ist man auf zwei anstehende, in nordwestlicher 
Richtung ausgezogene Erzlinsen gestoßen, auf denen man bis 
zu ihrer Vertaubung in etwa 3—4 m Teufe Bergbau betrieben 
hat. Die Erzkörper lagen innerhalb des porphyrischen Granits 
im gangförmig auftretenden Quarztopasgestein. Bezeichnend ist 
die mit den Gängen übereinstimmende und auch mit der 
Klüftung des Granites zusammenfallende nordwestliche Streich- 
tichtung dieser Linsen. Neben der genannten Hauptrichtung 
streichen einige Gänge bei steilem, 60°—70° betragenden nord- 
östlichen Einfallen nördlich, während der dritte Typus flach 
10°—15° einfällt und eine Südweststreichrichtung aufweist. Bis- 
her hat man neun Gänge festgestellt, die alle im Streichen aus- 
halten. Abgesehen von dem größeren Linsendurchmesser ist die 
Mächtigkeit der eigentlichen Gänge unbedeutend. Sie kann 
Zentimeter messen, manchmal auch 0,2 m betragen. Auch keilt 
mancher Gang vollkommen aus, setzt allerdings nach einigen 
Metern wieder auf. Die Hauptganganschwellungen beschränken 
sich auf die Kreuzungsstelle zweier Gangspalten, woselbst die 
bekannten schönen Minerale angereichert sind.
	        
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