Full text : Die drei Nationalökonomien

271

des Geistes geschaffenen Bedingungen, denen gemäß unser Handeln
innerhalb eines bestimmten Sinnzusammenhangs gesetzmäßig verlaufen
 muß. Diese innere Logik der Dinge, dieses sinngemäße Handeln
 erstreckt sich auf alle drei Sphären der Sinngesetzmäßigkeit,
die wir kennengelernt haben (siehe S. 253ff.): die mathematische,
die wesensmäßige und die rationale. Zur ersten: in einem großen
Marktgebiete ist die Spezialisierung der Produklion größer als in
ainem kleinen; zur zweiten: wer in einer kapitalistischen Wirtschaft
im großen produzieren will, muß Lohnarbeiter einstellen; zur
dritten: wer eine rentable Wirtschaft führen will, muß die billigsten
Produktionsmittel benutzen.
Unnötig auszuführen, daß diese Sinngesetzmäßigkeit einen sehr
starken Einfluß auf die Gleichförmigkeit des Geschehens ausübt.
Die objektiven Bedingungen sind
2. soziale, das heißt solche, die durch das menschliche Zusammenleben
 geschaffen werden: die Größe der Staaten, die Dichtigkeit der
Bevölkerung, die Wirtschaftsordnung u. a. zwängen das wirtschaftliche
 Handeln in eine ganz bestimmte Bahn.
Die objektiven Bedingungen sind
3. mediale, wie ich alle diejenigen Bedingungen zusammenfassend
aennen will, die in der Eigenart der dem Menschen zur Ausführung
seiner Entschlüsse zur Verfügung stehenden Mittel begründet sind.
Gleichförmig gestaltet sich das Wirtschaftsleben, weil die Menschen
 bei der Verwirklichung ihrer Zwecke sich gleicher Mittel
bedienen. Auch diese Gleichheit der Mittelwahl kann wiederum in
sehr verschiedener Weise begründet sein: physikalisch, chemisch,
physiologisch, wenn es sich um die Wahl bestimmter Naturerzeugnisse
 handelt, die das Ernährungs- oder Kleidungs- oder Wohnungsbedürfnis
 befriedigen sollen. Es gibt nun einmal nur eine beschränkte
Anzahl solcher Stoffe, deren wir uns bedienen können, und deshalb
kommen die Menschen immer wieder darauf hinaus, die Erde zu
bebauen und Bäume zu pflanzen und Steine zu brechen oder Lehm
zu brennen. Die Gleichheit der Mittelwahl kann aber auch rationalökonomische
 Ursachen haben: den Käufer heranzulocken, gibt es
wiederum nur eine bestimmt begrenzte Anzahl von Möglichkeiten;
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.