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V. Besonderheiten der bedingten Meistbegünstigungsklausel.
Art. 19: I. „LesHautes Parties contractantes s’interdisent d’&etablir
aucune discrimination qui aurait un caracte&re de malveillance A
l’egard des ressortissants de certaines Hautes Parties contractantes
dans l’usage qu'elles feront de la faculte qui leur est reconnue, dans
la presente convention, d’exclure les Etrangers de lVexercice de
certains droits, ou de soumettre l’exercice de ces droits A des conditions
ou des modalites particuli&res.
2. Lorsque la presente Convention assure aux Strangers le benefice
des dispositions applicables aux nationaux les Hautes Parties
contractantes s’interdisent d’&iablir ces dispositions de manidre qw’'elles
impliquent des conditions telles que leurs attlication aboutisse & une
exclusion pure et simple des &rangers ou conduise A um regime difförentiel
au detriment des Etrangers.“
Diese Klauseln beweisen, daß man dem Parteiwillen durch die hier
vertretene Auslegung der Meistbegünstigungsklausel keine Gewalt antut,
sondern daß vielmehr ein praktisches Bedürfnis für die Weiterbildung
des juristischen Meistbegünstigungsbegriffes im Sinne der
obigen Ausführungen besteht.
V. Besonderheiten der bedingten
Meistbegünstigungsklausel (Reziprozitätsklausel) 1.
$ 10. Generelle Behandlung und Sondervorteile,
Eine Reihe rechtlicher Besonderheiten gelten für die bedingte Meistvegünstigungsklausel,
Vgl. den Handels- und Freundschaftsvertrag zwischen
den Vereinigten Staaten und Dänemark vom 26. April 17826?;
Art. I: „The contracting parties, desiring to live in peace‘ and
harmony with all the other nations of the earth, by means of
the policy frank and equally friendly with all; engage mutually, not
to grant any particular favour to the other nations, in respect of commnerce
and navigation, which shall not immediatly become common
to the other party, who shall enjoy the same freely, if the concession
were freely made, or on allowing the same compensation if the consession
‘were conditional.“
In Form eines mehrseitigen Vertrages findet sich die bedingte Meistbegünstigungsklausel
in dem Vertrag zwischen Ecuador. Bolivien, Peru.
* Kapitel V behandelt nur den rechtlichen Aufbau der bedingten Meistbegünstigungsklausel.
Die Frage, ob die Meistbegünstigungsklausel grundsätzlich bedingt
oder unbedingt auszulegen ist, wurde in $ 4 behandelt. Da dort die grundsätzliche
Geltung der unbedingten Meistbegünstigungsklausel vertreten wurde, ist also in
liesem Kapitel von den Fällen die Rede, in denen die bedingte Meistbegünstigungsklausel
(Reziprozitätsklausel) ausdrücklich vereinbart wurde.
® Vgl. bei MARTENS, Recueil. x. Serie, Bd. 6. 2. Teil, S. 919.